Regeneration im Laufsport

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 Regeneration

 

 In einem Leistungstraining kommt einer planmäßigen Regeneration swift die gleiche Bedeutung zu wie dem Training selbst. Erst eine geordnete Regeneration ermöglicht eine optimale Belastungsverarbeitung und baldige Widerbelastbarkeit. In der Regenerationszeit wird dem Organismus die Chance gegeben, die Trainingsreize in eine höhere Anpassungsstufe umzuwandeln. Relativ unproblematisch ist die erste Phase der Regeneration, in der es auf das Erreichen des Stoffwechselgleichgewichtes (Steady State), den Ausgleich des Flüssigkeitsdefizits und das Auffüllen der Energiespeicher ankommt. Damit wird die Grundlage der muskulären Widerbelastbarkeit gelegt. Im Leistungssport hat es sich bewährt, die muskuläre Erholung als Basis für die Dauer der Regeneration zu nehmen. Ein mittlerer Dauerlauf benötigt bei einem gut trainierten Läufer etwa 12 Stunden Regenerationszeit. Erfolgt eine gleich hohe Belastung vor Ablauf dieser Zeit, kommt es zu einer Belastungssummation, welche langfristig zu Übertraining führen kann. Intensive Belastungen wie Tempodauerlauf oder Bergläufe benötigen mindestens 24 Stunden Regenerationszeit. Diese kann durch Kompensationstraining niedriger Intensität oder besser noch durch Alternativsportarten ersetzt werden. Die Regeneration hoch beanspruchter Bindegewebsstrukturen wie Bänder und Sehnen braucht eine noch längere Regeneration als die gut durchblutete Muskulatur. Zur Vermeidung von Verletzungen muss ein guter Trainingsplan darum auch regelmäßige längere Entlastungen enthalten. Bei sehr intensiven Einheiten und Wettkämpfen kommt es zu einer starken Zerstörung von Muskelstrukturen. Diese äußern sich in deutlichen Funktionsstörungen der betroffenen Muskelgruppen, im einfachen Fall als Muskelkater. Die Regeneration kann mehrere Tage in Anspruch nehmen (nach Marathonlauf 1-2 Wochen).

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