Viele Laeufer sind „dehn-faul“

Vorlesen mit webReader
Share Button

 

   

 

 

Dehnen

SCMM – Redaktion Wien 1230
Viele Läufer sind „dehn-faul“. Und können sich dabei sogar auf manche wissenschaftliche Studie über den mangelnden Nutzen des Dehnens berufen. Dabei heißt die Gretchen-Frage nicht „Dehnen oder Nicht-Dehnen“, sondern „Dehnen – aber wie?“.

Zwei Arten des Dehnens werden unterschieden: das kurze, intensive Dehnen zur Erhöhung des Muskeltonus (= Spannung der Muskulatur) und das lange, sanfte Dehnen zur Verbesserung der Flexibilität der Muskulatur.

Vor allem vor schnellen Trainingseinheiten (Intervalltraining, Tempoläufe) werden die Muskeln durch ein kurzes Vordehnen auf die anschließende Belastung vorbereitet. Dabei wird die Muskulatur maximal acht Sekunden intensiv bis kurz vor die Schmerzgrenze gedehnt.

Beim langen Dehnen wird die Muskulatur mindestens 20 Sekunden, besser 30 bis 40 Sekunden vorsichtig gedehnt. Dadurch werden die einzelnen Muskelfasern auseinander gezogen und die Muskelspannung wird herabgesetzt. Erhöhen Sie in jedem Fall den Dehnreiz nur allmählich!

Und Achtung: Nach langen Dauerläufen über 90 Minuten Dauer sollte man, wenn überhaupt, nur sehr, sehr vorsichtig dehnen. Denn die Muskelstruktur ist nach langen Dauerläufen leicht angeschlagen. Durch Dehnen könnten diese Mikroverletzungen unter Umständen noch verschlimmert werden. Daher empfiehlt sich das Ausdehnen in einer separaten Trainingseinheit.

Wer regelmäßig Tempoläufe, Steigerungsläufe und hin und wieder ein paar Sprints ins Training einbaut, sollte sich auch regelmäßig dehnen. Denn bei submaximalem bis maximalem Tempo wirken auf die Muskeln und Sehnen große Kräfte. Und diese Kräfte kann Ihr Bandapparat nur tolerieren, wenn er flexibel genug ist.

SCMM
Mario Mostböck
Dipl.Personal Trainer
Dipl.Sportmasseur
SCMM- Sport-Coaching-Massage-Managemet
Handy:069912443758
http://www.sportscoach.at

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.