on 27. Dezember 2008 by guest1 in Triathlon, Comments (0)

Natascha Badmann holt 6. Titel beim Ironman in Hawaii

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 Natascha Badmann holt sich in hartem Kampf die Krone
Kailua-Kona, Hawaii – Acht Stunden lang hatte sie sich motivieren müssen, um diesen Moment überhaupt zu schaffen. Und dann nutzte sie die Situation so: Natascha Badmann lief an der Führenden Michellie Jones schlichtweg nur vorbei, schnell, erbarmungslos, ohne die Australierein mit Wohnsitz in dne USA mit einem Blick zu würdigen. Die fünfmalige Hawaii-Siegerin hatte zu lange für diesen Moment gearbeitet, als ihr typisches, freundliches Lächeln aufzusetzen. Sicher einer der härteren Arbeitstage in ihrere Karriere.

Badmann ist die Chefin dieses Rennens. Im Schwimmen lag sie wie so oft weit zurück hinter Joanna Zeiger und Monica Caplan, die beide mit den ersten Männern aus dem Wasser kamen. Zeiger benötigte herausragende 52:03 Minuten für die 3,8 Kilometer, zum Vergleich: Cameron Brown als Spitzenkraft bei den Männern, lag da 20 Sekunden hinter ihr. Badmann schließlich hatte satte zehn Minuten mehr im Wasser zu tun als Zeiger.

Hinter den beiden schnellsten Schwimmerinnen lag bereits bei der Kraul-Einlage Michellie Jones in Lauerposition, und auf dem Rad setzte sich die Australierin schnell in Szene. Nur die US-Amerikanerin Dede Griesbauer war mit 3:50 Minuten nach 100 Kilometern der Radstrecke noch annähernd in Schlagdistanz, dahinter folgte die Konkurrenz mit zehn und mehr Konkurrenten. Beispielsweise Über-Radfahrerin Karin Thürig war angesichts der fast einfachen hawaiianischen Bedingungen auf dem Velo wie immer extrem gut in Form, aber nicht in der Lage, der Konkurrenz komplett um die Ohren zu kurbeln. In 4:50:16 Stunden war ihr Radsplit indes exzellent, wobei auch Badmann mit 4:52:00 ein fast schon extravagant schnelles Tempo vorlegte.

Auf 10:50 Minuten Rückstand war Badmann nach 100 Kilometern an Jones dran, doch die Schweizerin hatte da bereits eine Markierung an ihrer Startnummer, die eine Visite in der Penalty Box avisierte. Gut möglich, dass die Strafe die Eidgenössin anstachelte, richtig Gas zu geben. Die Zeitstrafe von vier Minuten, die Badmann zu dem üblichen Toilettengang und der Getränkeaufnahme nutzte, eingerechnet, war der Rückstand nach nur drei Laufmeilen bei nur noch 8:40 Minuten. Was Badmann begann, durfte getrost als “Laufterror” firmieren. Auf Position drei nach etwa 6:30 Renndauer noch immer die starke Amerikanerin Griesbauer, auf Rang sieben vorgeprescht: Karin Thürig.

Während Jones an der Spitze immer stärker kämpfen musste, flog Badmann heran. Nach 15 von 26 -Meilen betrug die Distanz zwischen den Beiden nur noch 1:50 Minuten, die Schweizerin lief innerhalb von einer Meile 45 Sekunden heraus, und bei Meile 17 waren es nur noch 50 Sekunden Differenz.

Während sich Badmann nur wenige Momente später die Amerikaner schnappte und von da an ihrem – dieses Mal allerdings recht knappen – Sieg Nummer sechs entgegen rannte, entwickelte sich dahinter ein packendes Finish ähnlich dem der Männer. Badmann gewann in 9:09:30 Stunden nach sehr gutem 3:06-, Jones kam mit 9:11:51 Stunden nur wenig später ein. Es hätte allerdings kaum länger im dauern dürfen, denn Landsfrau Kate Major spulte die Laufstrecke in enormen 3:02:39 Stunden ab und kam Jones in 9:12:39 am Ende noch sehr nahe. Die Neuseeländerin Joanna Lawn wurde in 9:14:59 Stunden Vierte, Olympiasiegerin belegte in 9:22:08 Stunden Rang fünf. Beste Deutsche wird Katja Schumacher.

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