on 31. Mai 2010 by markus in Neuigkeiten, Comments (1)
Das war der Ironman 70.3 2010 St. Pölten
Ein langes aber auch ein spannendes und beeindruckendes Rennwochenende liegt nun hinter uns. Nicht nur für die Athleten die mit großartigen Leistungen beeindrucken konnten sondern auch für die über 1500 freiwilligen Helfer die für einen perfekten Ablauf sorgten.
Schon beim Startschuss um 7:00 waren schon mehrere Tausend Zuschauer am Viehofner und Ratzersdorfer See um die 3000 Athleten anzufeuern. Gestartet wurde der 1,9km lange Schwimm- Split in 8 Wellen zu je 350 – 400 Startern am Viehofner See. Nach dem ersten Kilometer stiegen die Schwimmer aus dem Veihofner See aus und wechselten laufend zum Ratzersdorfer See wo die restlichen 900 Meter zu absolvieren waren. Beim Ausstieg Ratzersdorfer See wurde dann aufs Rad gewechselt. Man konnte die Teilnehmer in der Wechselzone gut beobachten. Raus aus dem Neoprenanzug, darunter hatte der Großteil schon die Rad bzw. Laufbekleidung an. Radschuhe und Helm auf und noch das Bike holen und los gings auf die 90km lange Radstrecke. Unglaublich wieviele Athleten absolute Hightech- Bikes ihr Eigen nennen aber viele gingen auch mit mehr oder weniger gewöhnlichen Rennrädern ins Rennen. Auf der S33 gings bis nach Traismauer weiter über Krustetten bis nach Krems durch die Wachau über Mautern und Spitz bis Aggsbach und retour nach St. pölten durch den Dunkelsteiner Wald über Gansbach, Obritzberg und Großrust. Und dann kam so richtig Stimmung auf. Die Zuschauer in der voll besetzten Event Arena wurden schon von Tom Walek, seineszeichens Ö3 Mikromann und selbst schon mehrfacher Ironman, angeheizt. Und als dann der Führende der Profis, Marino Vanhoenacker (BEL) ins Stadion einlief war Gänsehautstimmung. Nach und nach kamen die Teilnehmer von der Radstrecke zurück und nahmen den Halbmarathon in Angriff. Der Rennverlauf gestaltete sich extrem spannend, die Führung wechselte immer wieder zwischen den Profis und letztendlich konnte sich der Tscheche Filip Ospaly vor Chris McCormack (AUS) und Andreas Raelert (GER) mit der neuen Rekordzeit von 3:46:02 durchsetzten. Die schnellste Dame war wie erwartet Yvonne Van Vlerken mit 4:18:56 die sich ein unglaubliches Finish mit der Ungarin Erika Csomor lieferte. Dritte wurde Karin Thürig aus der Schweiz mit 4:21:34.
Für mich begann das Rennwochenende bereits am Samstag um 9:00 bei den IronKids die ihren Wettkampf rund um den Ratzersdorfer See abhielten. Aufgrund der niedrigen Wassertemperaturen wurde nicht geschwommen sondern lediglich gelaufen und mit dem Rad gefahren. 150 Kinder und Schüler zwischen 6 und 16 Jahren waren am Start. Eine beachtliche Anzahl im Vergleich zu den lokalen Laufveranstaltungen wo die teilnehmende Jugend an zwei Händen abgezählt werden kann. Der Veranstalter verzichtet hier komplett auf das Startgeld und bietet aber trotzdem alles was zu einem richtigen Wettkampf gehört. Meiner Ansicht nach der richtige Weg um Kinder wie Eltern für eine Teilnahme begeistern zu können.
Ab 13:00 bauten wir die Labestation in der Event Arena auf. Es galt alles so gut wie möglich für Sonntag vorzubereiten. Erfahrungsgemäß wurde die Anforderungsliste fürs Material auch diesmal nicht voll erfüllt, zum Glück war das Hauptlager nicht weit entfernt und so konnte ich dann das noch Fehlende doch noch auftreiben. Bis alles so war wie es sein sollte vergingen einige Stunden und erst um 18:30 konnte ich mir im Iron Dome ein verdientes Bier genehmigen.
Am Sonntag war ich bereits um 06:45 in der Eventarena um noch die restlichen Vorbereitungsarbeiten erledigen zu können. Dann blieb mir glücklicherweise noch etwas Zeit um meinem Bruder Bernhard beim Schwimmstart zusehen zu können. Ich darf an dieser Stelle erwähnen das er am Sonntag seinen ersten Ironman in der beachtlichen Zeit von 4:49:03 gefinisht hat. Auf dem Rückweg zur Arena traff ich Thomas und Dieter, die auf der Laufstrecke eingeteilt waren. Von Dieter konnte ich später erfahren, dass es ein ziemlich schieriger Job war die Strecke für die Läufer abzusichern.
In der Zwischenzeit waren auch schon die meisten Helfer in der Arena eingetroffen und die einzelnen Stationen der Labe waren auch schon besetzt. Alle warteten schon gespannt auf die Führenden den das war sicheres zeichen dafür, dass es nun losgeht. Der Großteil der Helfer sind ja schon Ironman – Profis und wussten schon von den jahren zuvor was zu tun ist. Die Stimmung war großartig die Zuschauer feuerten die Athleten an und als das Hauptfeld nach und nach eintraf war die Hölle los. Ein unbeschreibliches Erlebnis für alle die hier in der Arena ihren Dienst verrichteten. Tausende Becher wurden mit Wasser, Iso- Drink, und Coke gefüllt. Kiloweise Bananen und Orangen geschnitten und Gels und Riegel ausgegeben. Eine Zeit lang war es ziemlich hektisch, aber Adi und ich konnten bei Engpässen gut koordninieren. Zwischenzeitlich wurde dann noch die Flower Ceremony abgehalten. Wir konnten ganz vorne mit dabei sein und von den Siegern Fotos machen und Autogramme ergattern. Als dann nur noch einige wenige Finisher erwartet wurden begannen wir was möglich war schon mal abzubauen und als dann um 16:15 mit einer Zeit von genau 8:00.00 David Mcdonald aus Irland ins Ziel kam konnten wir dicht machen. Zeitmäßig Letzter wurde übrigends August Muhr aus Obergrafendorf (8:08:00). Er war der älteste Teilnehmer (Jahrgang 1933 !!!) und ist deshalb schon früher ins Rennen gegangen als der Ire der als letzter ins Ziel kam.
Als alles weggeräumt war, waren alle Helfer noch recht herzlich zur After Finish Party eingeladen wo sie sich am Buffett und auch am Zapfhahn stärken konnten. Die Siegerehrung war äußerst Stimmungsvoll. Es gab etwa eine halbe Stunde Dauerapplaus und für die wahren Helden dieses Tages, die wahren Ironmänner, gab es noch Standig Ovations. Als August Muhr auf das Podest gerufen wurde tobte das Zelt, alle Anwesenden standen und zollten ihm und den beiden Versehrten- Sportlern ihren Respekt.
So ging ein anstrengendes aber sehr beeindruckendes Wochenende zu Ende und ich werde am 22. Mai 2011 sicher wieder dabei sein. Was die Labestation in der Event Arena anbelangt hat alles reibungslos geklappt und ich habe auch schon ein erstes Lob vom Veranstalter bekommen. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an Dieter und Thomas und auch Markus und Kenneth Rohn die mit ihrem Einsatz ein perfektes Rennen ermöglichten.
lg markus
Ergebnisse Ironman 70.3 St. Pölten 2010













Dieter
1. Juni 2010 @ 08:08
Auch ich kann den Veranstalter nur gratulieren, alles perfekt organisiert und wenn es irgendwie möglich ist werde ich nächstes Jahr auch wieder dabei sein. Danke Markus für deinen sehr ausführlichen und interessanten Bericht.
Dieter