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on 19. Februar 2010 by markus in Neuigkeiten, Comments (4)

Anleitung zum richtigen Gebrauch einer Hundeleine.

Seit die Temperaturen wieder etwas erträglicher geworden sind und sich auch ab und zu die Sonne blicken lässt sind auch sie wieder vermehrt unterwegs. Des Läufers liebster Mitmensch: der Hundehalter. Da ich ein Läufer bin der sein Umfeld sehr intensiv wahrnimmt,  ist mir in den letzten 2 Wochen wieder vermehrt aufgefallen, dass viele Hundebesitzer zwar Hundeleinen besitzen, aber ihnen die korrekte Verwendung derselbigen nicht bekannt sein dürfte. Obwohl die entsprechende Vorrichtung zur  Montage der Leine bei allen Hunden vorhanden war (Halsband) wurde die Leine selbst vom Besitzer entweder in der Hand getragen oder um den eigenen Hals gelegt. Und da liegt die Vermutung nahe dass es sich hier um einen akuten Informationsnotstand handelt.

Ich werde diesbezüglich ein Schreiben an die zuständigen Stellen in Brüssel verfassen in dem ich die sofortige Schaffung eines Erlasses fordere aus dem heraus geht, dass jeder, innerhalb der EU verkauften Hundeleine, eine entsprechende Bedienungsanleitung beizulegen ist. Neben einer schriftlichen Erläuterung des “an die Leinen nehmens” ist auch eine illustrierte  Anleitung erforderlich da nach meiner Einschätzung nicht alle Hundbesitzer in der Lage sind einen solchen komplexen Text zu lesen und dann das Gelesene auch noch zu verstehen.

Zu dieser Behauptung bin ich nach meiner letzten verbalen Auseinandersetzung mit zwei Hundehalterinnen gekommen als ich sie einmal mehr wohlgemerkt zunächst höflich dazu aufgefordert habe die Hundeleine doch richtig zu verwenden. Aufgrund dieses Vorfalls den ich kurz in ein paar Zeilen schildern möchte ordne ich die beiden Damen in oben erwähnte Bevölkerungschicht ein die bei der Zuteilung der persönlichen geistigen Leistungsfähigkeit leider zu kurz gekommen sind.

18.02.2010 ca 16:30, befestigter Traisenbegleitweg zwischen Radelberger- und S33 Brücke.

Ich sehe in etwa 50 Meter Entferung zwei mittelgroße bis große Hunde in Begleitung von zwei in einem angeregten Gespräch vertiefte Personen. Zweifelsohne Frauen. Hunde sind frei laufend. Da die beiden Damen wie schon erwähnt sehr intensiv über Gott und die Welt diskutieren können sie auch nicht bemerken dass einer der beiden Hunde mich bereits entdeckt hat und mit lautem Gebell auf mich zuläuft. Meiner Einschätzung nach handelte es sich hierbei um eine schon etwas ältere Ausgabe eines Dobermann das konnte ich aber auf die schnelle nicht erkennen da der Hund derart “ausg’fressen” war das eine eindeutige Rassebestimmung für einen Laien nicht möglich war. Das war auch der Grund warum ich meinen Lauf fortsetzte da von einem so fetten Hund keine allzu große Gefahr ausgehen kann. Ich nahm mir vor die Frauchen der zwei Hunde, eine ebenfalls stark Übergewichtig, zur Rede zu stellen.

ich: na des fongt ja scho wieda guat on. (im Geiste zu mir selbst)

ich: achselzuckende, fragende Geste in der Art von “was soll das?” in die Richtung der zwei Frauen.

ich: is des so a Problem an Hund an de Leine z’nehma?

dicke Frau: der tuat eh nix

ich: geh, hörn’s ma doch auf mit “der tuat eh nix”. Des is für mi net erkennbar ob der wos tuat oda net und fia sie a net! Des hom in letzta Zeit schon fü glaubt dass eanan Hund kennan. Wos muas nu ois passieren das ihr a bisserl nochdenkts!

dicke Frau: na donn rennts hoit wo ondast. (Zeitpunkt wo ich die Dame als geistig minderbemittelt eingestuft habe. Erwähnenswert auch die Verwendung des Plural mir gegenüber obwohl ich alleine unterwegs bin )

ich:  zuerst sprachlos, dann: Wos????

dicke Frau: wo ondast soits renna! (Ich bin noch immer alleine unterwegs)

ich: homs da a bissl ins Hirn gsch….???

Frauen: ebenfalls sprachlos, suchen das Weite.

ich: lasse meiner starken Gefühlsregung kurz freien Lauf, versuche dann wieder auf ein normales Pulsniveau zu kommen und setze meinen lockeren 15km Lauf fort.

In dieser Zeit begegneten mir sage und schreibe 7 Hunde wobei nur zwei an der Leine geführt wurden.

Geht es eigentlich nur mir so oder ziehe ich solche  Hundehalter speziell an? Es handelt sich ja nicht um seltene Erlebnisse. Das passiert mir nahezu jedesmal und ganz egal ob ich nach Norden oder Süden laufe. Umsomehr ärgert es mich dass unsere Politiker schon wieder ein zahnloses Gesetz mehr schaffen (Hundeführerschein) wollen anstatt sicherzustellen das die bestehenden eingehalten werden. Ich habe vor Jahren einmal in der NÖN gelesen dass in St. Pölten sich weder die Polizei noch der Magistrat zuständig fühlen die Einhaltung der Leinepflicht zu kontrollieren.

Ich persönlich würde einen verpflichtenden Besuch eines Hundeabrichtekurses für alle Hundrassen befürworten. Ist ein Hund und vor allem sein Besitzer ordentlich erzogen könnten Situationen wie von mir beschrieben sicher zu einem Großteil entschärft weden.

Was denkt ihr dazu und wie verhaltet ihr euch gegenüber rücksichtslosen, ignoranten Hundehaltern?

lg Markus

4 Kommentare

  1. lauflinks

    21. Februar 2010 @ 18:57

    Wer hat beim #Laufen Probleme mit Hunden & Hundehaltern? http://www.laufportal.info/skvg-pottenbr... http://www.lauflinks.at (Lauf)Seiten eintragen

  2. Thomas Kolafa

    21. Februar 2010 @ 21:06

    Gott sei dank hat mich noch nie ein Hund gebissen.
    Ich habe schon etliche “Vorfälle” mit Hunden gehabt.
    Etliche Streitereien bis knapp vor Handgreiflichkeiten bzw. wurde mir Gewalt angedroht…
    Komischerweise ist es in Stadtnähe- in St. Pölten Stadt gilt ja Leinenpflicht- die Situation ärger.
    Seit ich in Herzogenburg wohne, habe ich noch kaum eine “Hundeproblem” erlebt.
    Seit meine Schwiegereltern 2 Golden Redriever haben, bin ich entspannter im Umgang mit Hunden.
    Kauf dir einen Pfefferspray, der geht für Hund und Herrchen gleichermassen!
    Es gibt auch akkustische Geräte.

  3. calle_unterwegs

    21. Februar 2010 @ 19:28

    @lauflinks Wer hat keine Probleme mit Hunden und deren sogenannten Haltern? Denn oft halten die eben nicht.

  4. endedervernunft

    23. Februar 2010 @ 06:59

    @lauflinks Bislang hatte ich mehr Probleme mit Vögeln als mit Hunden

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