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Frankfurt/Main 28. Okt. 2007-Mein erster Marathon
Frankfurt/Main 28. Okt. 2007-Mein erster Marathon
Mein erster Marathon
Dresdner Kleinwort in Frankfurt am Main 28. Oktober 2007
Von Sabine Saupe-Smith
Wie aufregend! Mein erster Marathon steht an! In Frankfurt am Main. Ich lebe hier in Bremen, bin Freizeitsportlerin (W 40), donnerstags ist immer Training bei der LG Bremen-Nord mit unserer Trainerin Waltraud Bayer (mehrfache Weltmeisterin, Europameisterin, und und und) Ansonsten laufe ich zusammen mit meiner Schwester Sandra und ihren 2 Hunden noch dienstags und sonntags auf dem Deich, hier gleich um die Ecke und habe bisher immer nur 5-8 km Läufe absolviert. Dann im Bremer Bürgerpark beim „Lauf zur Venus“ das erste Mal (vor 3 Wochen) 10,5 km gelaufen, (in einer Zeit, die ich hier nicht unbedingt nennen möchte).
Nun sind meine Startunterlagen knapp 3 Wochen vor Beginn des Marathons in Frankfurt eingegangen. Eine Freifahrkarte der VGFrankfurt und ein Übersichtsplan liegen bei. Ein schneller Anruf von mir bei einem meiner 4 Cousins in Frankfurt, bestätigt mir, dass mein Cousin Thorsten Herz (Nr. 9273) auch beim Marathon mitmacht. Die Unterkunft ist somit auch gesichert.
Einen Tag vor Beginn des Marathons verabschiede ich meine Familie und fahre „runter“. Lange-nicht-gesehen-Verwandte bei einer großen Familienfeier, bei gutem italienischen Essen und Trinken absolvieren und dann ins Bett. Wie aufregend! Ich kann die Nacht nicht schlafen und wälze mich vor lauter Aufregung, gutem Essen und Trinken im Bettchen herum und warte auf den Morgen. Mein Cousin fährt mich morgens um 6.00 h durch die halb versperrte Frankfurter Innenstadt zur Messehalle, wo ich dann meine Anmeldung bereit halte, ein T-Shirt, ein Käppi und ein Fresspaket erhalte. Eine resolute Frau, namens Cora, teilt unsere Gruppe (ca. 6 Frauen und 2 Männer) ein. Dann werde ich eingeteilt: Komme zur Staffel-Startnummernausgabe.
Die Athleten trudeln so allmählich – fast schon wie abgesprochen- gegen 8.30h ein. Jetzt wird es langsam hektisch und ich gebe die Umschläge mit den Startnummern und den Chips heraus, stehe Rede und Antwort an die – manchmal – verlorenen Athleten und betreue die ausländischen Gäste in englischer, französischer und gebärdischer Sprache. Viele Athleten werden wegen fehlender Unterlagen zum „Trouble-Desk“ geschickt, welches man doch besser „Help-Desk“ nennen sollte, denn es wurde jedem dort geholfen.
Kurz vor Start, 10.00 h, leert sich die Messehalle und ein Teil unserer Gruppe darf seinen Dienst beenden. Los ! Runter zum Start. Wie aufregend! “ Tausende von Menschen säumen die Strecke, überall Musik, einheimische Bands und Bongo-Bongo-Gruppen, irgendwo eine Stimme eines Moderators, johlende Menschenmengen, eine Straßenbahn mit der Aufschrift der Frankfurter Damen-Fussballmannschaft, Fressbuden und über allem – schwebt ein Helikopter.
Wie aufregend! Der Start steht an. Es geht los und fast 18.000 Läuferinnen und Läufer machen sich auf den beschwerlichen Weg.
Ich werde auch draußen immer noch nach dem Weg zur U-Bahn, den Umkleiden, den Sanitätern und anderen Dingen befragt. Wie aufregend! Ich kenne mich hier doch auch gar nicht aus.
Dann treffe ich mich zwischendurch mit meinem Cousin Oliver (der Bruder von Thorsten), welcher Straßenbahnfahrer bei der VGF ist, der mich dann eine Tour mit der Straßenbahnlinie 21 mitnimmt, immer entlang der Marathonstrecke. Wir versuchen seinen Bruder zu finden, um ihn dann anzufeuern. Aber: keine Chance.
Danach ist es fast mittags und ich gehe in die Frankfurter Messehalle. Wie aufregend! So etwas habe ich noch nicht erlebt. Die ersten Läufer sind schon auf dem Roten Teppich eingelaufen. Ein Höllenlärm schwebt mir entgegen, Tausende von Menschen feuern die Athleten an. Die Halle ist in bunten Farben, fallendem Glitter und lauter, megalauter Diskomusik getaucht. Es werden schon Sieger/innen-Ehrungen absolviert. Auch Dieter Baumann hat seinen ersten Marathon geschafft.
Wie aufregend! Ein Erlebnis sondergleichen! 3:12 h, mein Cousin Thorsten läuft ein. Cool! Ich nehme ihn hinter der Halle in Empfang, er zittert am ganzen Körper, ist völlig ausgelaugt und sieht wahnsinnig glücklich aus. Wir gehen ein wenig auf und ab, er trinkt 3 Liter Wasser als wäre es Wasser!
Wir laufen in der Marathonmall herum und: Wie aufregend! Treffen Nicole Leder (die Ironman-Frau) an ihrem Verkaufsstand. Lassen ein Foto machen, Autogramme geben und dann wieder hinein in die Messehalle, den anderen Athleten beim Einlaufen zuschauen.
Wie aufregend! Ich sehe ihn zum ersten Mal: Der: von dem alle sprechen! Der: den alle fürchten! Der: der noch ein paar als Clown verkleidete Läufer vor sich hertreibt: Den Besenwagen!
Fazit: Das war nicht mein letzter Marathon! Probiert es aus, ob als Helfer/in, Zuschauer/in oder gar als Läufer/in. ES IST EINFACH AUFREGEND!
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