on 5. Januar 2009 by laufsport in Laufberichte, marathon, Comments (0)

David Mandago gewinn Conergy Marathon Hamburg

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David Mandago gewinn Conergy Hamburg am 27.04.2008 in 2:07:23 

David Mandago gewinnt in persönlicher Bestzeit

Pünktlich um 9.00 Uhr schickte der Erste Bürgermeister Ole von Beust die 20.000 Marathonis mit einem kräftigen Glockenschlag auf die 42,195 Kilometer durch die Hamburger Innenstadt. „Die Bilder vom Start waren grandios. Eine Veranstaltung mit Teilnehmern aus 85 Nationen – eine bessere Werbung für Hamburg kann es kaum geben“, sagte der Erste Bürgermeister Ole von Beust nach dem Start. Insgesamt versammelten sich 800.000 begeisterte Zuschauer an der Marathonstrecke. Darüber hinaus feierten 50.000 Besucher bei der Runner’s Party auf dem Heiligengeistfeld. Damit verzeichnet der Conergy Marathon Hamburg mit 850.000 Marathon-Fans einen neuen Zuschauerrekord.
Schülerlauf „Das Zehntel“ mit Teilnehmerrekord – .052 Gewinnerinnen und Gewinner beim Conergy Marathon Hamburg

 

Pünktlich um 11.00 Uhr wurde von Staatsrat Andreas Ernst „Das Zehntel“ mit einem kräftigen Glockenschlag angeglast. Bei frühlingshaften Temperaturen nahmen 5.052 Kinder und Jugendliche aus Grundschulen, weiterführenden Schulen und Sportvereinen ein Zehntel der offiziellen Marathondistanz – 4,2195 Kilometer – unter die Laufsohlen. Damit konnte „Das Zehntel“ einen erneuten Teilnehmerrekord verzeichnen und schickte so viele Nachwuchsläufer wie beim ersten Marathon Hamburg vor 23 Jahren auf die Strecke.
Ulrike Maisch, Martin Beckmann und Falk Cierpinski wollen nach Peking – Gleiches Ziel: gemeinsam quälen und am Ende die Lorbeeren ernten!

 

In drei Tagen verwandelt sich die Hansestadt mit 700.000 begeisterten Zuschauern an der 42,195 Kilometer langen Strecke in eine große Conergy Marathon Hamburg Party. Alleine zur Runner’s Party auf dem Heiligengeistfeld werden 50.000 Besucher erwartet.
 

 

 

Während die Vorbereitungen der 23.320 Marathonis weitreichend abgeschlossen sind, arbeiten der Veranstalter und alle Netzwerkpartner noch auf Hochtouren. “Nicht nur für die Sportler, sondern auch für uns ist der Conergy Marathon Hamburg mit dem neuen Start-/Ziel-Bereich sowie der Runner’s Party und dem -Dorf auf dem Heiligengeistfeld eine Herausforderung. Seit Tagen arbeiten wir rund um die Uhr, damit alle Sportler und Besucher ein einzigartiges Event erleben können“, erklärt Renndirektor Wolfram Götz.

 

Pünktlich um 12.00 Uhr wurde die Pressekonferenz mit den drei deutschen Top-Läufern Ulrike Maisch, Falk Cierpinski und Martin Beckmann sowie Matthias Kohls, dem Senior Manager Sports Promotion ASICS, und dem Renndirektor Wolfram Götz mit einem Glockenschlag „angeglast“.

„Nach 23 Jahren erfolgt der ‚Startschuss’beim Marathon inHamburg nicht wie üblich mit einem Schuss, sondern erstmals durch einen Glockenschlag. Aufgrund des Waffentrageverbotes fällt der Marathon- Startbereich zwischen Millerntorplatz und Reeperbahn in das Verbotsgebiet“, erklärt Renndirektor Wolfram Götz. „Die Schiffsglocke als maritimes Startsignal passt thematisch sehr gut zur Hafenmetropole Hamburg und unterstreicht die Einzigartigkeit dieser Veranstaltung“, so Götz weiter. Um 9.00 Uhr schickt der Erste Bürgermeister Ole von Beust die Athleten am Sonntag aus der ganzen Welt mit einem kräftigen Glockenschlag auf die Marathon-strecke.

 

Alle drei deutschen Hoffnungsträger verbindet ein gemeinsames Ziel – die Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele in Peking. Mit einer persönlichen Bestzeit (2:30:01 Stunden) unter der Olympia-Norm (2:31:00) hat Ulrike Maisch vom 1. LAV Rostock die besten Chancen das Ticket für Peking zu lösen. „Ich bin so gut wie noch nie durch den Winter gekommen. Ich habe nicht auf eine bestimmte Zeit trainiert, peile aber 2:29:00 Stunden an. Ich glaube daran, dass ich eine persönliche Bestzeit kann und hoffe sogar auf eine Zeit unter 2:29:00 Stunden“, gibt die 31-jährige optimistisch ihre Marschroute für den kommenden Sonntag an.

 

Für Falk Cierpinski (SV Spergau) ist es die erste Teilnahme am Straßenrennen in Hamburg. Gemeinsam mit seinem Vater Waldemar Cierpinski, der als zweifacher Olympiasieger auf der Marathonstrecke über reichlich Erfahrung verfügt, hat sich der 29-jährige für den Conergy Marathon Hamburg entschieden, um die Fahrkarte nach Peking zu lösen. „Hamburg ist unserer Meinung nach die sicherste Variante. Dennoch wird die Olympia- norm (2:13:00 Stunden) ein hartes Stück Arbeit. Es ist ganz knapp und alles muss passen“, ist Falk Cierpinski zuversichtlich, der bis jetzt eine persönliche Bestzeit von 2:19:06 Stunden aufweisen kann.

 

„Ich hoffe, in der Form meines Lebens zu sein“, freut sich Martin Beckmann (LG Leinfelden- Echterdingen) auf den Marathon-Start am Sonntag. Mit einer persönlichen Bestzeit von 2:15:06 Stunden ist die Normzeit in greifbarer Nähe. Auf der Strecke werden Martin und Falk gemäß dem Motto des 30- jährigen: „gleiches Ziel, gemeinsam quälen und am Ende gemeinsam die Lorbeeren ernten“, so lange wie möglich an einem Strang ziehen.

 

Ergebnisse Fotos & Videos Conergy Marathon Hamburg am 27.04.2008

 

Schon Stunden vor dem Startschuss sammelten sich die Nachwuchsmarathonis im Alter zwischen 8 und 17 Jahren im neuen Start- und Zielbereich in der Glacischaussee.

Mit dabei Gregor Hense aus Ellerbek. Seit Wochen hat sich der Achtjährige mit seinem Vater vorbereitet. „Ich hab zwar auch mal mit Mama trainiert, aber die kann das nicht so gut. Sie ist immer vor meinen Füßen gelaufen. Und dann bin ich gestolpert. Seitdem trainiere ich nur noch mit Papa“, erzählte der Erstläufer.

 

Rund 15.000 Zuschauer versammelten sich rund um das Heiligengeistfeld, um die kleinen Laufstars anzufeuern. Unter tosendem Applaus starteten die 5.052 Mädchen und Jungen über die Glacischaussee, liefen rund um die Messe Hamburg und bogen anschließend auf die 600 Meter lange Zielgerade ein. Die Moderatoren Lou Richter, Christian Buhk und Jörg Lauenroth begleiteten die kleinen Athleten lautstark mit motivierenden und launigen Sprüchen auf der Sport Club Bühne über die Ziellinie.

 

Nach 4,2195 Kilometern und 13:54 Minuten kam der 16-jährige Charly Bongarts von der LG Wedel-Pinneberg als erster ins Ziel. Gregor lief noch, als der Sieger im Ziel bereits die ersten Interviews gab – ganz wie die Großen. Aber auch er hat es am Ende geschafft. Stolz überquerte er nach 32:02 Minuten unter dem Jubel der 15.000 Fans die Ziellinie. „Ich hab es geschafft! Und es war toll. Die vielen Zuschauer haben geklatscht und gejubelt. Ich will nächstes Jahr wieder dabei sein“, freute sich Gregor. Am Ende belegte Gregor Platz 171 in seiner Altersklasse und kam insgesamt als 3.887 ins Ziel.

 

„Dabei sein ist eben wirklich alles“, betont Heinz-Gerhard Wilkens, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der HanseMerkur Versicherungsgruppe „Und wenn ich Kinder wie Gregor sehe, haben wir unser Ziel als Unterstützer des ‚Zehntels’ erreicht. Wann haben die Nachwuchssportler schon die Möglichkeit, unter ‚echten’ Marathon-Bedingungen ihr Können zu zeigen?“

 

Bei der Siegerehrung um 13.00 Uhr überreichten Olympiasieger Dieter Baumann und Heinz-Gerhard Wilkens auf der NDR 90,3 Bühne die Geldpreise der Gesundheitspartner DAK und HanseMerkur. Die Gewinnsummen sind für die Anschaffung von Sportgeräten für Mannschaften, Schulen oder Vereinen bestimmt. Für alle, die nicht auf dem Treppchen standen, waren die Medaillen und der Zuspruch der Eltern und Freunde Lohn genug. Erschöpft aber glücklich zogen sie am Ende eines aufregenden Tages Richtung Heimat und nahmen das Gefühl eines tollen Erlebnisses mit nach Hause.

 

 

 

Ähnlich wie die Wetterbedingungen in der Hansestadt, kam auch der vierfache Hamburg-Sieger Julio Rey perfekt ins Rennen. Gleich zu Beginn bildete sich eine 25-köpfige Spitzengruppe, in die sich der Spanier einreihte. Nachdem der 36-jährige bei Kilometer 21 das empo anzog und sich erstmals an die Spitze des Feldes setzte, musste er bei Kilometer 28 abreißen lassen und seine Ambitionen für einen erneuten Triumph begraben. Die nunmehr achtköpfige Führungsgruppe um den Vorjahreszweiten Wilfried Kigen (KEN) und David Mandago (KEN)verfolgte weiterhin die Marschroute Streckenrekord. Zu viert überquerten sie die 35 Kilometermarke, bevor sich der 29-jährige David Mandago absetzen und schnell einige Meter zwischen sich und Kigen legen konnte. Bei Kilometer 38 betrug sein Vorsprung bereits 20 Sekunden. Damit war klar, dass es beim Conergy Marathon Hamburg einen neuen Gewinner geben würde. Um 11.06 Uhr bog Mandago auf die imposante 600 Meter lange Zielgerade ein und verpasste nur knapp den Streckenrekord. Mit 2:07:23 Stunden gewann der Kenianer nach Rom 2006 seinen zweiten Marathon in persönlicher Bestzeit. „Ich habe nicht damit gerechnet, heute gewinnen zu können“, waren die ersten Worte des Siegers im Ziel. Wie bereits im vergangenen Jahr belegte der Kenianer Wilfried Kigen in 2:07:48 Stunden erneut den zweiten Platz und verfehlte nur knapp seine persönliche Bestzeit. Platz drei belegte Tariku Jufar aus Äthopien (2:08:10).

 

Der „König von Hamburg“ Julio Rey kämpfe sich trotz Einbruchs in einer Zeit von 2:13:18 als 16. ins Ziel: „Ich bin mächtig kaputt und von Beginn an nicht gut ins Rennen gekommen. Ich bin ein bisschen traurig, dass ich in Hamburg das erste Mal nicht gewinnen konnte.“ Rey konnte bei vier Starts viermal gewinnen.

 

Für Ulrike Maisch (1. LAV Rostock) war die Zielvorgabe klar: Olympianorm (2:31:00 Stunden) in persönlicher Bestzeit zu unterbieten. Zuversichtlich war sie nach guter Vorbereitung in das Rennen gestartet. Doch bereits auf dem ersten Drittel der Marathonstrecke zeichnete sich ab, dass es mit der angepeilten Zeit unter 2:29:00 nichts werden würde. Auch ihr Trainer machte bereits auf der Strecke deutlich, dass das Unterfangen Olympianorm auf der Kippe stand: „Es läuft nicht wirklich rund“, musste Klaus-Peter Weippert schon frühzeitig erkennen. Maisch unterstrich die Aussage mit der „Daumen-Runter“-Geste. Bei Kilometer 16 war es Gewissheit: Mit Tränen in den Augen stieg die 31-jährige aus dem Rennen aus. „Heute ging es gar nicht, meine Beine waren von Anfang an schwer. So etwas habe ich auch noch nicht erlebt“, sagte die 31-jährige Ulrike Misch deprimiert.

 

Obwohl die Russin Irina Timofeyeva lange auf sich allein gestellt war, ließ sie sich nicht von ihrem Vorhaben abhalten, den Conergy Marathon Hamburg zu gewinnen. Die 38-jährige gewann nicht nur in neuer persönlicher Bestzeit, sondern unterbot mit 2:24:14 Stunden auch den Hamburger Streckenrekord von Katrin Dörre-Heinig (2:24:35 Stunden). „Besonders die letzten zehn Kilometer waren enorm hart“, erklärte die sichtlich erschöpfte Siegerin im Ziel. Auf Platz zwei lief die 29-jährige Kenianerin Pamela Chepchumpa in 2:28:36 Stunden ein. Die 35-jährige Äthiopierin Roba Ashagigi belegte in 2:29:28 Stunden Platz drei.

 

Für Falk Cierpinski (SV Spergau) lief von Beginn an alles wie geplant. Und lange sah es so aus, als könne er die Olympianorm von 2:13:00 knacken. Auch sein Vater, der zweifache Olympiasieger Waldemar Cierpinski, war bis zur Halbzeit noch sehr zuversichtlich. Leider musste sein

Tempomacher bei Kilometer 25 aussteigen, so dass Cierpinski auf den letzten Kilometern auf sich allein gestellt war. Am Ende sprang in persönlicher Bestzeit (2:15:48 Stunden) der 22. Platz heraus. „Ich freue mich über meine Zeit, auch wenn es für die Norm nicht gereicht hat. Wahrscheinlich kommen die Olympischen Spiele für mich ein halbes Jahr zu früh“, resümiert der 29-jährige sein

Hamburg-Debüt und schwärmt über das zweitgrößte Straßenrennen Deutschlands: „Eine

Veranstaltung, auf die Hamburg stolz sein kann.“

 

Ähnlich wie Ulrike Maisch, musste auch Martin Beckmann (LG Leinfelden-Echterdingen) bei Kilometer 16 wahrscheinlich alle Hoffnungen auf Peking begraben und stiegt aus dem Rennen aus.

 

Alle weiteren Ergebnisse gibt es im Internet unter http://www.marathon-hamburg.de.

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