on 9. März 2014 by lauflinks in lauftraining, Comments (0)

Inline Skating Wie es die Laufausdauer und die VO2max verbessert!

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An Wochenendmorgenden sind Laufpfade häufig voller Inline-Skater. Während dies einige Läufer stört, fragen sich jedoch manch andere, ob das Völkchen der Inline-Skater nicht tatsächlich ein besseres, angenehmeres Training, als sie selbst bekommt. Schließlich bewegen sich Inline-Skater schneller als die meisten Jogger und das Lächeln auf den Gesichtern der Skater, im Gegensatz zu den gequälten Mienen, die viele Läufer zur Schau stellen, deuten darauf hin, dass das Inline-Skaten ein spaßiger, alternativer Weg ist, Pfunde schmelzen zu lassen, sowie das Herz und die Beinmuskeln zu stärken.

 

Inline-Skaten ist von Natur aus geprägt durch einen schwachen Aufprall und damit auch für jene Läufer attraktiv, deren wunde Knie oder schmerzende Achillessehnen temporäre Entlastung vom schwerfälligen Dahintraben benötigen. Die Verletzungen (definiert als Probleme, die schwerwiegend genug sind, um das Training zu limitieren) betreffen ungefähr 60 % der Läufer jedes Jahr, wobei die meisten dieser Krankheiten, aus wunden anatomischen Regionen bestehen, die durch chronische Überbeanspruchung aufgeraut sind. Die tatsächliche Verletzungsrate unter den Inline-Skatern ist nicht bekannt, aber Untersuchungen legen nahe, dass ungefähr 31.000 der 13 Millionen Skater in den Vereinigten Staaten jedes Jahr mit einer Verletzung, die mit dem Inline-Skaten in Verbindung steht, im Krankenhaus enden. Das entspricht einer Verletzungsrate von ungefähr 0,24 % (Beachten Sie die Kommastelle vor der 24, mit anderen Worten weniger als 1 %).

 

Obgleich die durchschnittliche Verletzungsrate bei den Inline-Skatern vermutlich niedriger ist, als bei Läufern, besteht der große Unterschied darin, dass schwerwiegende Verletzungen in der ersten Gruppe viel häufiger zu sein scheinen. Während Läufer unter wunden Stellen leiden, sind bei Inline-Skatern Arm- oder Handgelenkknochenbrüche als Resultat eines Sturzes wahrscheinlicher. Es gab auch schon anekdotische Berichte über Inline-Skater, mit katastrophalen Rissen im vorderen Kreuzband, eine Verletzung, die Ausdauerläufer selten ereilt.

 

Erste Forschungen haben auch darauf hingewiesen, dass der Versuch, durch das Inline- Skaten fit zu werden, sich katastrophal auswirken könnte. Im Wesentlichen haben diese frühen Berichte angezeigt, dass die Pulsrate beim Inline-Skaten höher ist, als beim Laufen. Diese Entdeckungen weisen darauf hin, dass Personen, die mittels Inline-Skaten fit werden wollen, bei ungewöhnlich hohen Pulsraten skaten müssten.

 

Anders ausgedrückt, wenn Sie ein nettes Lauftraining bei ungefähr 75 % des maximalen Pulses durchführen, ist es angemessen zu erwarten, dass Ihre Sauerstoffverbrauchsrate auch hoch sein wird. Tatsächlich sollte Ihr Sauerstoffverbrauch bei ungefähr 65 % Ihrer maximalen aeroben Kapazität oder VO2max liegen. Für die meisten Läufer ist diese Intensität hoch genug, um die aerobe Fitness zu verbessern.

Was ist beim Inline-Skaten anders?

Die Dinge liegen jedoch anders, wenn Sie Inline-Skaten. Genau genommen schlagen Studien vor, dass bei einem Inline-Skate Puls von 75 % des maximalen, Ihr Sauerstoffverbrauch bei mickrigen 50 % VO2max liegen könnte. Viele Bewegungsphysiologen würden argumentieren, dass solch eine lächerliche Sauerstoffverbrauchsrate nicht ausreicht, um die insgesamte aerobe Fitness zu verbessern. Die Schlussfolgerung daraus ist, dass Sie, um beim Inline-Skaten fit zu werden, den Puls auf bis zu 90 % des maximalen bringen und halten müssten – was wenige Inline-Skater könnten.

 

Stellt moreover Inline-Skaten wirklich eine solch ausgezeichnete Sportart dar? Ist es tatsächlich eine gute Alternative für Läufer? Glücklicherweise helfen neue Forschungen, die an der Universität von Massachusetts bei Amherst durchgeführt werden, den physiologischen Vorteil des Inline-Skatens näher zu betrachten.

 

Die Studie

Bei UMass absolvierten 35 mäßig fitte Studenten der Bewegungswissenschaften ein Training von 9 Wochen das entweder aus Laufen oder Inline-Skaten bestand, während 7 Kontrollpersonen keinen Sport betrieben. Weder die 16 Personen, die in der Laufgruppe endeten noch die 19 Personen der Inline-Skate-Gruppe hatten vor der Studie systematisches Lauf- oder Inline-Skate-Training durchgeführt. Die Läufer trainierten entweder im Freien oder innen auf einer Tartanbahn, während die Skater auf einer Hallen-Inline-Skate-Anlage (ein 115-Meter-Oval) mit einem polierten Holzbelag trainierten.

 

Das Training wurde in zwei Etappen unterteilt. Während der ersten Phase (Woche 1–4), wurde die Trainingsdauer und -intensität stufenweise von 20 Minuten pro Session bei 80 % des maximalen Pulses (MP) auf 40 Minuten bei 90 % MP erhöht. In der zweiten Etappe (Woche 5–9), wechselte das Training zwischen langen, hoch intensiven Anstrengungen (40 Minuten bei 85 % MP) und Intervall-Sessions. Ein typisches Intervall-Training umfasste eine 10-minütige Aufwärmung und dann 6 3-minütige Intervalle bei über 90 % MP, mit 1-minütigen Erholungspausen. Die Pulse wurden während jeder Trainingseinheit notiert, und es gab 3 Workouts pro Woche. Selbstverständlich liefen die Läufer, um den Ziel-Puls zu erreichen, und die Inline-Skater fuhren Skate (Die Trainingsmethoden wurden nicht ausgetauscht).

 

Und die Resultate? Während des 9-wöchigen Programms konnten sich die Kontrollpersonen nicht verbessern, aber die Inline-Skater verbesserten ihr VO2max (gemessen beim Laufen, nicht beim skaten) um 6,5 % und erhöhten ihre Ausdauer um 7 %, gemessen beim Laufen auf der Tretmühle mit einer hohen Geschwindigkeit, obwohl ihr Training nur aus Inline-Skaten bestanden hatte! Das heißt, Inline-Skate-Training hatte die Inline-Skater zu besseren Läufern gemacht! Es gab eine Tendenz, bei den lauftrainierten Personen, größere Verbesserungen bei der Lauf Kapazität, im Vergleich zu den Inline-Skatern (9 % Zuwachs in VO2max, 14 %-Anstieg bei der Zeit zur Ermüdung auf der Tretmühle) zu entwickeln, aber die Unterschiede waren nicht von statistischer Bedeutung.

 

Die Inline-Skater verbesserten auch VO2max sowie die Zeit zur Ermüdung während dem Inline-Skaten (gemessen auf einer speziellen, dem Inline Skaten angepassten Tretmühle), aber diese Verbesserungen waren nur leicht höher, als die Gewinne, die sie bei der Laufkapazität verzeichnen konnten. Im Besonderen verbesserten die Inline-Scater VO2max um 8,1 % und die Zeit zur Ermüdung beim Inline-Scaten um 7,5 %, nur ein wenig über dem Aufwärtstrend von 6,5 VO2max beim Laufen und dem 7 %-Anstieg bei der Lauf-Ausdauer. Anders ausgedrückt, können wir sagen dass ungefähr 80 % (6,5/8,1) des VO2max Anstiegs vom Inline-Skaten direkt auf das Laufen übertragen wurde. Zusätzlich wurde ungefähr 93 % (7,0/7,5) des Aufwärtstrends bei der Ausdauerkapazität vom Inline-Skaten zum Laufen weitergereicht. Dies sind eindrucksvolle Zahlen!

 

Die tollen physiologischen Zuwächse, assoziiert mit dem Inline-Skaten, die vom UMass Team entdeckt wurden, stimmen mit Entdeckungen, von anderen Forschern überein. Z. B. stellten Forscher an der Universität von Wisconsin-LaCrosse vor kurzem fest, dass Inline-Skater eine Rate des Sauerstoffverbrauchs erreichen können, die hoch genug ist, um die Fitness ohne viel Mühe zu verbessern. Das Wisconsin-Team legte auch eine Kalorienverbrauchsrate während des Inline-Skatens bei mäßig fitten Personen von 19 Kalorien pro Minute fest, welche hoch genug ist, um ein Drittel Pfund Fett in 61 Minuten weg zu trimmen. Sie müssten ungefähr 10 Meilen im gleichen Zeitrahmen laufen, um genau so viele Kalorien zu verbrennen.

 

Das Fazit

Im Hinblick auf gebrochene Armknochen und zerrissene Kniebänder, ist das Inline-Skaten risikoreicher als das Laufen. Und wenn Sie ein Elite-Läufer sind, ist es fraglich, ob Inline-Skating Einlagen irgendwelche direkte Auswirkungen auf Ihre Fitness haben, obgleich sie Sie psychologisch erfrischen und Ihren Beinen eine Pause gönnen könnten

 

Wenn Sie sich jedoch auf einem mäßigen Fitness Niveau befinden und Sie Ihre aerobe Kapazität und Ausdauer verbessern möchten, können Sie ähnliche Zuwächse erzielen, indem Sie Inline-Skaten statt laufen, und ungefähr 80 bis 93 % der Zuwächse, die Sie durchs Inline-Skaten erhalten, werden direkt auf das Laufen übertragen. Tatsache ist, dass, wenn Intensität, Frequenz und Trainingsdauer übereinstimmen, der physiologische Nutzen beider Tätigkeiten recht ähnlich ist. Dies kann eine erfreuliche Botschaft für Läufer sein, die daran interessiert sind, das Inline-Skaten auszuprobieren – oder die etwas Mischtraining auf Skates durchführen möchten, um ihren Verletzungen, die mit dem Laufen in Verbindung stehen eine Chance zur Heilung zu geben.

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