on 29. Dezember 2008 by guest1 in Lauftechnik, Comments (0)

Techniktraining im Laufsport

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Viele Läufer vernachlässigen das Techniktraining , dabei ist es so einfach, schneller zu sein

“Schwimmen ist eine technisch anspruchsvolle Sportart” – dieser Satz wird mit Gedanken an eigene mehr oder weniger erfolgreiche Schwimmversuche von allen Athleten widerspruchslos akzeptiert. Wer auch immer Schwimmen erlernen möchte, lässt sich Grundlegendes von Schwimmern erklären oder baut sogar Technikübungen in sein Programm ein – ein Muss für ambitionierte Schwimmer. “Laufen ist eine einfache Sportart, schließlich lernt man dies schon im Kindesalter” – auch dieser Satz wird von den meisten Athleten widerspruchslos hingenommen. Aber leider stimmt diese Aussage im Gegensatz zur Aussage über das Schwimmen nicht! Laufen ist koordinativ eine überaus anspruchsvolle Disziplin. Wer einmal einen flüssigen, eleganten, technisch einwandfreien Laufstil beobachten konnte und sich dann einmal an die Laufstrecke eines Volkslaufs oder Stadtmarathons stellt, versteht augenblicklich, welche Defizite eine Vielzahl der hat.

Nun ist eine mangelhafte Technik für viele Läufer kein großes Problem. Viele , um sich fit zu halten, um das Herz-/Kreislaufsystem zu trainieren, um abzunehmen, einfach aus Spaß am . Wenn aber die ersten Probleme am Bewegungsapparat auftauchen, sollte neben einer Kontrolle des absolvierten Trainings (zu viel in zu kurzer Zeit?) und des Schuhs auch einmal die Technik unter die Lupe genommen werden. Im Freizeitbereich dienen Übungen aus dem -ABC der Harmonisierung des Laufstils und der Verletzungsprophylaxe. Für ambitionierte Sportler ist das -ABC ein Muss wie das . Jedes Sprint- oder Tempoprogramm sollte mit Übungen aus dem Lauf-ABC eingeleitet werden.

Hier ist das Ziel, neben einer sauberen Lauftechnik auch noch Technikreserven im Zustand fortgeschrittener Ermüdung für z.B. einen Endspurt zu besitzen. Mit Hilfe der Übungen wird die Variabilität der Schrittlänge und -frequenz trainiert, als spezifisches Kraft()Training dient es der muskulären und verhindert oder beseitigt so auch Dysbalancen. Wie sieht eine gute Lauftechnik aus? Folgende Kriterien spiegeln eine gute Lauftechnik wider:
der Oberkörper ist inklusive der Hüfte gestreckt (“hohe Hüfte”) und leicht nach vorn gebeugt der Kopf ist aufgerichtet, der Blick nach vorn gerichtet die Schulterachse ist ruhig und entspannt, die Schultern hängen locker Ober- und Unterarm bilden in etwa einen rechten Winkel der Weg der Arme ist begrenzt: die Hände schlagen beim nicht hinter den Hüftknochen zurück, der Ellbogen kommt nicht vor den Hüftknochen
die Unterarme arbeiten parallel und unterstützen aktiv die gesamte Laufbewegung der Oberschenkel wird in der vorderen Schwungphase soweit angehoben, dass der Unterschenkel locker nach vorn pendeln kann, bis der Knöchel unter das Lot der Kniescheibe oder sogar davor kommt die Ferse wird nach dem Abdruck zumindest bei mittlerer Geschwindigkeit mindestens bis auf Kniehöhe des hinteren Beins angehoben
der Fußaufsatz ist aktiv und erfolgt nicht (!) mit der Ferse, sondern immer auf der Außenseite des Fußes, bei hoher Laufgeschwindigkeit in Höhe des Ballens, bei niedriger Laufgeschwindigkeit etwa in der Mitte des Fußes (dies alles geschieht automatisch).
Um diese Kriterien erfüllen zu können, ist eine ausreichende Dehnbarkeit der Muskulatur unerlässlich.

Fun for Running
SCMM – Redaktion
1230 Wien
http://www.sportscoach.at

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