on 3. Januar 2009 by laufsport in Laufnews, Comments (0)

Österreichs Paradelaeufer Günther Weidlinger geht beim 3.000 m Hindernis Vorlauf schwer KO

Vorlesen mit webReader
Österreichs Paradeläufer Günther geht beim 3.000 m Hindernis Vorlauf schwer KO
im Hindernis-Vorlauf gestürzt – Rissquetschwunde genäht

Nur etwas mehr als eine Runde weit hat für Günther Weidlinger bei der Leichtathletik-WM in Osaka sein Vorlauf über 3.000m Hindernis gedauert. Kurz nach 10 Uhr Ortszeit (um 3:00 Uhr früh in Österreich) ist er nach 450 Metern gestürzt und mit dem Kinn auf ein Hindernis geprallt. Etwa zwei Minuten lag er auf der Laufbahn, die übrigen Teilnehmer seines Heats wurden außen herumgeleitet. Nach der Erstversorgung im Stadion wurde er in ein Spital gebracht.

Vom Teamarzt hervorragend betreut
ÖLV-Teamarzt Dr. Andreas Kröner, Orthopäde am Wiener SMZ-Ost, der Günther Weidlinger die ganze Zeit über begleitet hat und bei den Untersuchungen dabei war, hatte rund zwei Stunden nach dem Sturz folgende Informationen: „Günther hat eine Rissquetschwunde an Unterlippe und Unterkiefer erlitten, die genäht wurde. Er war für rund 30 Minuten nach dem Sturz zeitweise bewusstlos, ist aber wieder klar orientiert und ansprechbar. Er hat keinen Bruch erlitten, alle Zähne sind in Ordnung, eine Computertomographie von Schädel und Halswirbelsäule hat keine weiteren Verletzungen ergeben. Zur Beobachtung wird eine Nacht im Spital bleiben, danach muss man seinen Zustand weiter beurteilen.“

ÖLV-Sportdirektor Hannes Gruber: „Die Verletzungen sind keine Kleinigkeit, haben sich aber glücklicherweise als weniger gravierend erwiesen, als im ersten Augenblick befürchtet. Teamarzt Dr. Andreas Kröner hat ihn hervorragend betreut und war in dieser Situation sehr wichtig für uns. Wir wünschen Günther alles Beste für die nächsten Tage.“

Weidlinger selbst ließ am Abend des Unfalls über Teamarzt Dr. Kröner ausrichten: “Es geht mir an und für sich gut. Ich habe eine Schwellung im Gesicht und das Sprechen tut weh, auch die Wirbelsäule schmerzt etwas.” An den Sturz kann er sich nicht erinnern, erst mit der Computertomographie im Spital setzte sein Erinnerungsvermögen wieder ein.

Weidlingers zwölfte Hindernis-Titelkämpfe
Für den 29-jährigen Weidlinger war es der zwölfte Start bei einer internationalen Meisterschaft über 3.000m Hindernis, wobei er teilweise mit Weltklassevorstellungen brillieren konnte. Nach Siegen bei Junioren- und U23-Europameisterschaften mischte er auch in der allgemeinen Klasse weit vorne mit. Leider wurde er mehrmals von Stürzen und Verletzungen (Achillessehnenriss 2001) zurückgeworfen. Seine besten Platzierungen bei Freiluft-Weltmeisterschaften sind ein neunter Platz in Sevilla 1999, wo er den immer noch gültigen österreichischen Rekord von 8:10,83 Minuten gelaufen ist, und ein zwölfter Platz in Helsinki 2005. Weidlingers Top-Resultat bei globalen Meisterschaften ist der achte Rang bei den Olympischen Spielen in Sydney 2000. Mit seiner Saisonbestleistung von 8:15,35 Minuten (27.06. in Ostrava/CZE) konnte er sich realistische Hoffnungen machen, auch in Osaka das WM-Finale zu erreichen. Bereits vor dieser WM hatte Weidlinger einen Wechsel auf längere Distanzen, zunächst die 10.000m, angedacht. Beim Europacup in Ferrara hat er am 7. April sein erstes ernsthaftes Rennen über die 25 Stadionrunden bestritten und dabei in 28:19,11 Minuten den zweiten Platz erreicht.

www.oelv.at

Tags: , , , , , , ,

Keine Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

XHTML: Allowed tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>