on 31. Dezember 2008 by guest1 in Laufberichte, Laufnews, Comments (0)
Viktor Roethling siegt beim Zuerich Marathon in neuem schweizer Rekord
Viktor Röthling siegt beim Zürich Marathon in neuem schweizer Rekord von 2:08:19
Bei idealen äusseren Bedingungen gewann Viktor Röthlin den Zürich Marathon. Nicht nur dies: Wie schon 2004 tat er dies in neuer Schweizer Rekordzeit. Nach 2:08:19-Stunden blieben diesmal die Uhren stehen. «Das ist das Tor für weitere Grosstaten», strahlte er.
«Dieses Resultat ist die Bestätigung meiner EM-Silbermedaille von Göteborg», analysierte Viktor Röthlin nach dem Rennen über die 42,195 km ums untere Zürcher Seebecken, dem rechten Seeufer entlang bis Meilen und wieder zurück sowie in der Anfangs- und der Endphase je einer Schlaufe durch die Innenstadt. Recht hatte er. Der Sieg war aber nur das eine, was ihn freute. Weit grösseren Stellenwert mass der 32-Jährige der Zeit bei: 2:08:19-Stunden. Es ist dies die derzeit zweitbeste Marathon-Zeit des Jahres. Aber auch im ganzen letzten Jahr hätte sie in der Weltjahresbestenliste zu Position 23 gereicht, hinter 18 Afrikanern, einem Amerikaner, zwei Süd- und einem Osteuropäer. Und die 2:08:19 sind eine Zeit, die 28 Sekunden unter dem deutschen Rekord (von Jörg Peter) liegt. Somit hat sich der Kernser mit Wohnort La Neuveville endgültig als bester Mitteleuropäischer Marathon-Spezialist etabliert.
Diese Zeit ist es, die ihm in Zukunft Türen öffnen dürfte. Um 1:37-Minuten unterbot er seine alte Bestmarke (von Zürich im 2004). «Heutzutage sind 2:10-Stunden nicht mehr das Tor zur grossen Marathonwelt», sagt er, «es sind die 2:08.» Mit seiner Zeit ist er in einen Bereich vorgestossen, der ihn noch attraktiver macht bei Veranstaltern grosser Städtemarathons wie New York, Boston, London, Paris oder Chicago. Zumal Röthlin einer der wenigen weissen Marathonläufern ist, die sich mit den afrikanischen Spezialisten messen können.
Fahrplan ging auf
Das Rennen in Zürich war nach dem Geschmack von Viktor Röthlin ausgerichtet geworden. Und es wurde die gewünschte Massarbeit verrichtet. Die Tempomacher Stanley Salil, Gebremidehin Legessa, Abraham Tandoi und Daniel Kirui liefen genau nach Fahrplan. Tabdoi war am längsten dabei, bis Kilometer 32. Röthlin war denn auch des Lobes voll: «Meine Hasen machten einen hervorragenden Job.» Sie partizipieren damit auch an des Siegers Erfolgsprämie. Nicht zuletzt aber profitierte Röthlin auch vom Kenyaner Paul Lomol Lopio, der lange Zeit alleine führte und für Röthlin bis Kilometer 35, als er ihn überholte, quasi als Zugpferd agierte. Lomol fiel schliesslich noch auf Rang drei zurück.
Geringe Ausfallquote
Bei den Frauen setzte sich die Russin Nina Podnebesnova in 2:36:59-Stunden durch. Beste Schweizerin wurde mit einem Rückstand von 7:49-Minuten wie im Vorjahr die Bernerin Maja Neuenschwander. Generell entpuppte sich die fünfte Austragung des Zürich Marathon als Traumlauf. Tiefe angenehme Temperaturen, kein Regen und ein Zuschaueraufmarsch, wie ihn der Zürich Marathon noch nie erlebt hatte – Schätzungen der Polizei gehen von 40’000 bis 50’000 aus – begünstigen ein tolles Lauferlebnis. Bezahlt machten sich die Streckenänderungen in der Innenstadt und damit der weniger eckige Parcours auf dem Schlussabschnitt.
Von den gemeldeten 5829 Läuferinnen und Läufern nahmen 4860 die Herausforderung in Angriff, 4645 erreichten das Ziel – 3869 Männer und 776 Frauen. Die Ausfallquote war somit tiefer als fünf Prozent, so tief wie noch nie.
Marathon Männer
1. Röthlin Viktor, Magglingen/Macolin – 2:08.19,2
2. Kurgat Sammy, KEN-Kenya – 2:11.35,3
3. Lomol Lopio Paul, KEN-Kenya – 2:13.16,0
Marathon Frauen
1. Podnebesnova Nina, RUS-Russia – 2:36.59,7
2. Tikhonova Elena, RUS-Russia – 2:38.12,5
3. Jepkorir Susan, KEN-Kenya – 2:42.06,9
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Pressemitteilung 02.04.2007
Organisatoren ziehen eine positive Bilanz
Eine rundum positive Bilanz ziehen die Organisatoren des Zürich Marathons.
Die fünfte Auflage bescherte, bei etwas kühlen aber besten Bedingungen, einen phantastischen Rekord des Schweizers Viktor Röthlin, der den alten Rekord um 1 Minute und 36 Sekunden verbesserte. Ein ebenfalls rekordverdächtiger Zuschaueraufmarsch von geschätzten 40’000 entlang der Strecke, die einmalige Stimmung und keine gravierenden Zwischenfälle machten den Zürich Marathon zum Volksfest.
Die erste Streckenhälfte legte der beste Schweizer Marathonläufer in 64:08, die zweite Hälfte in 64:09 zurück. Das letzte und bekanntlich härteste Viertel des Zürich Marathons absolvierte Röthlin in nur 31 Minuten und 54 Sekunden. Der Kilometerdurchschnitt lag damit bei 3 Minuten und 2 Sekunden. Insgesamt blieben elf Läufer unter 2 Stunden 20 Minuten.
Das Rennen der Frauen wurde von den beiden Russinnen Nina Podnebesnova (2:37.0) und der Vorjahressiegerin Elena Tikhonova (2:38.13) dominiert. Beste Schweizerin war Maja Neuenschwander auf dem vierten Platz (2:44.48).
Statistik
Insgesamt meldeten sich 5’829 Läuferinnen und Läufer für den 5. Zürich Marathon an.
Gestartet sind am Sonntagmorgen 4’860 Läuferinnen und Läufer und 4’646 kamen auch innerhalb des geforderten Zeitlimits von 5 Stunden ins Ziel. Mit 95,4% weist Zürich im internationalen Vergleich eine überdurchschnittliche Zahl Finisher aus. Gut 16% haben sich angemeldet sind aber nicht gestartet. Im Vorjahr traten rund 23% der Angemeldeten nicht an. Der Frauenanteil betrug heuer knapp 20%. Von den 806 gestarteten Frauen kamen 763 oder 94,7% auch ins Ziel. Bei den Männern erreichten von 4009 Gestarteten 3’848 die Ziellinie, was einer Finisherquote von 96.1% entspricht.
Mehr als 50% der Läuferinnen und Läufer (51.8%) stammten aus dem Kanton Zürich. Vertreten waren in Zürich neben allen 26 Kantonen auch Teilnehmer aus 49 Ländern. Das grösste Kontingent stellte Deutschland mit 565 Gemeldeten gefolgt von Grossbritannien (63), Österreich (58), Italien (37), Frankreich (36) und USA (34). Insgesamt 587 Läuferinnen und Läufer starteten bereits zum fünften Mal in Zürich. Für 2’751 liefen erstmals in der Limmatstadt. Das Gros der Läufer erreichte das Ziel zwischen 3 bis 4 Stunden.
Alles gut gelaufen
Dank guten Bedingungen kam es zu keinen gravierenden Zwischenfällen. Im Laufe des Sonntagnachmittags befand sich keine Person mehr in ärztlicher Obhut. Einige Unterkühlte mussten wieder „aufgewärmt“ und verschiedene Bagatellfälle medizinisch behandelt werden. Diese reichten von Blattern, überlasteten Gelenken, Verstauchungen bis zu wund gescheuerten Brustwarzen. Insgesamt waren beim Zürich Marathon 13 Ärzte, 22 Sanitäter und 3 Anästhesieschwestern sowie 15 Notsanitäter auf Motorrädern um die Sicherheit der rund 5000 Läuferinnen und Läufer besorgt.
Bilder Zürich Marathon der letzten vier Jahre
Finden Sie unter http://www.swiss-image.ch/gozurichmarathon
Alle Bilder auf http://www.swiss-image.ch stehen den Medien zum honorarfreien Download in hoher Auflösung und Abdruck in Zusammenhang mit der redaktionellen Berichterstattung zum entsprechenden Event zur Verfügung.
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