on 29. November 2008 by guest1 in Laufberichte, Kommentare deaktiviert
Neuer Rekord beim Frauenlauf im Prater
Neuer Rekord beim Frauenlauf im Prater
10.105 Frauen und Mädchen aus 37 Nationen starteten am Sonntag im Wiener Prater. Mehr als 20.000 Zuschauer sorgten für gute Stimmung bei Österreichs größter Frauenlaufveranstaltung. Den Sieg holte sich Sabrina Mockenhaupt aus Deutschland mit der neuen Rekordzeit von 15:42,9 Minuten.
Mehr als 10.000 Frauen also nehmen im Prater die Beine in die Hände. Im Startbereich auf der Hauptallee herrscht Gedränge, der Donauwalzer erklingt, die Welle geht durchs Feld. Die Sprecherin begrüßt nicht jede Teilnehmerin, aber immerhin jede teilnehmende Nation namentlich, 37 Nationen sind es. Wiens Vize-Bürgermeisterin Grete Laska ist “natürlich stolz” und sagt natürlich: “Frauenpower ist angesagt.” Und schon ertönt um 10 Uhr zum Hauptbewerb, dem 5000-m-Lauf, der Startgong, er ist zwar nicht so laut, den Damen aber lieber als ein Schuss. An der Spitze (“Sektor A”) die Favoritinnen und andere Ehrgeizige, allen voran die Deutsche Sabrina Mockenhaupt, 5000-m-EM-Vierte, und die Irin Sonia O’Sullivan, die vor fünf Jahren Olympiazweite war. Etwas weiter hinten (Sektor B bis I) auch jene Damen, die sich laut T-Shirt-Aufdruck als “Alte Hexen” und “Running Gags” sehen.
Gatten und Freunde, Väter und Söhne stehen mit Foto-Apparaten, Kameras und Rucksäcken entlang der Strecke. Einige radeln neben der Hauptallee mit. Manche sputen sich, schließlich wollen sie “ihre” Finisherin empfangen, und Start und Ziel liegen doch einige hundert Meter auseinander. So sind am Ende auch etliche bewegte Männer im Prater zu sehen.
Im Ziel werden Medaillen und Rosen verteilt, die Rose für jede Teilnehmerin hat Tradition, der edle Spender heißt Gerhard Kubik und steht dem zweiten Bezirk vor. Die allererste Rose, eine rote, bekommt Mockenhaupt überreicht. Die 24-Jährige, die in 15:42,9 Minuten den Streckenrekord von Susanne Pumper um 0,5 Sekunden verbessert, verweist die Ungarin Aniko Kalovics (15:57,1) und O’Sullivan (16:04,3) auf die Plätze. “Ein schwieriges Rennen.” Nach drei Kilometern hat sie gemerkt, dass die Gegnerinnen nicht zulegen konnten, dann machte sie sich auf und davon. “Doch das Alleinlaufen an der Spitze ist nicht leicht.”
Eva-Maria Gradwohl aus der Steiermark wird als Fünfte (17:23,3) beste Österreicherin, und Kathrine V. Switzer, die 1967 als erste Frau den Boston-Marathon lief, kommt nach guten 25 Minuten ins Ziel. “It was amazing”, sagt sie. Später wird ihr von Ilse Dippmann der “Frauenlauf Award” verliehen, auch alle anderen sind bereits im Ziel.
Ergebnis von Österreichischen dm Frauenlauf am 12.06.2005 …
Tags: frauenlauf, lauf, Laufen, Laufveranstaltung, marathon, österreichischer frauenlauf, sabrina mockenhaupt, susanne pumper
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