on 23. November 2008 by laufsport in Laufberichte, Kommentare deaktiviert

Lauferlebnis pur: 24-Stunden-Benefizlauf in Wörschach

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Am 17. und 18. Juli war Wörschach wieder das Mekka im Ultralangstreckenlauf!
Zwei Vereinskollegen der SKVg Pottenbrunn und ich nahme an der Megastaffel unter Führung der Union Traismauer teil. Da ich mich heuer nur schwer zu Wettkämpfen motivieren kann, kam mir diese Abwechslung gerade recht. Doch mit dem Heranrücken des Ereignisses wuchsen in mir auch die Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Vorhabens.
Ein gemeinsames Trainig eine Woche vorher räumten meine Zweifel aus. Beim gemeinsamen Intervalltrainig ging die Tempoarbeit viel leichter als alleine.
Um die Mittagszeit trudelten wir in Wörschach ein. Wir fanden einen reine Zeltstadt an, soetwas habe ich noch nicht gesehen. Wir gingen eine Runde in die Stadt auf der Suche nach Essbaren, Nudeln gibt es erst nach dem Start.  Auf unserer Runde begegneten wir auch einigen bekannten Gesichtern. Erstaunt sahen wir, dass die meisten beim Einzelbewerb startete, für uns schlicht unbegreiflich.
In der Wettkampfbesprechung wurden unsere Vorgaben besprochen & die ersten Runden eingeteilt. Es war sehr heiss )sonne  Um 14:00 startete Max Wenisch das Unterfangen Podium, zum Erstaunen vieler zig er nur als zweiter bei uns vorbei. Die Zeit verging, Max lief brav seine Runden. Ich dachte mir nur, wann komme ich den endlich dran. Lang Reinhard musste gleich nach seiner 2. Runde auf Grund von Achillesehnenproblemen w.o. geben. Das fängt ja gut an. Organisator Leo Kaiblinger war es zu heiss. Er lief nur eine anstatt zweier ausgemachter Runden. Er erkannte das Problem, dass jeder in seiner 2. Runde (1 Runde , 1 Runde Pause, 1 Runde ) zuviel Zeit liegen lässt. Die Erholungsphase erschien einfach zu kurz. Dass sein KLonzept doch aufgehen kann bewies dann ich (1. Runde a 2,32 km in 8:13, 2. in 8:05). Seither weis ich wieder, wo mein Maximalpuls liegt. Bei 203 dachte ich mir, jetzt musst du aber aufpassen und etwas zurückstecken, als ich nochmals schaute lag ich bei beachtlichen 207 (209 erreichte ich auf der Laufbahn bei Ausbelastung). Max Wenisch verabschiedete sich in sein Quartier. Wir stellten das System auf 3 Läufer um, die abwechselnd 3 Runden bewältigen sollten. Gott sei dank zogen Wolken auf, und es wurde angenehmer. Es sah stark nach Gewitter aus, das gefiel und gar nicht. Da regnete es auch schon. Nun wurde es im Partyzelt ziemlich eng. Nach der ersten Auswertung lagen wir auf Rang 2, super, danke Max. Nach drei Stunden nur mehr Rang 4, obwohl gerade die stärksten Läufer unterwegs waren. Max drehte noch 3 Runden und verabschiedete sich. Er kommt erst morgen gegen mittags wieder!  Vor dem Schlafengehen gings dann noch mals richtig zur Sache. Mit 8:03, 8:08, 8:06 die besten Rundenzeiten. Unter die Dusche, schööön kalt, aber erfrischend. Um die Abendzeit war die Hölle los, sehr viele Besucher schlenderten entlang der Strecke. In Wörswchach ist halt von 14:00 bis 14:00 Uhr Volksfest, das heisst viele Zuschauer sind am Abend schon sturzbetrunken. Schlafen kann man bei diesem Lärm trotzt Ohropax nicht. Um 2:00 Uhr wieder raus aus den Federn, aufwärmen. Die Strecke war durch Heliumballons beleuchtet wie man sie vom Nachlanglauf in der Ramsau kennt. In der Nacht hiess es besonders aufpassen & volle Überwindung war angesagt, denn wir waren doch die schnellste auf der Strecke & liefen zickzack zwischen den anderen umher. Unser Laufmethusalem Ernst Schöderböck kam blutverschmiert ins Zelt. Er leif auf einen anderen Läufer auf und stürzte aufs Knie. Verazten lies er sich aber erst nach seiner Runde! Vorher hatten wir einen erneuten Ausfall auf Grund von Achillessehenproblemen zu verzeichnen. Ich kam mir vor wie die zehn kleinen Negerlein. Um 22:00 Uhr waren wir auf einmal nur mehr 6. Was war passiert, alle konnten die Rundenzeiten halbwegs halten. Nach internen Recherchen fehlten drei ganze Runden. Wir kamen zum Entschluss, da kann nur jemand ohne Chip gelaufen sein. Ein Wahnsinn, die ganze Schinderei umsonst, 3 Runden kann man nie aufholen. Mein Vereinskollege Hans Gugerell meinte nur “Wenn ich den erwisch, den amputiere ich die Füsse!”

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