on 3. Januar 2009 by laufsport in gesundheit, Comments (0)
Achillessehnenbeschwerden – Laufsport
Achillessehnenbeschwerden
Die Achillessehne ist anfällig für eine Reihe von Verletzungen. Die Ursachen liegen in ihrer Funktion als Ansatz der Wadenmuskulatur und ihrer zentralen Rolle in der Gehbewegung. Die Wadenmuskulatur überspannt das Kniegelenk und das obere und untere Sprunggelenk. Ihre Funktion liegt in der Supination und Stabilisierung des Fußes während des Aufsetzen des Fußes und der Abrollbewegung, sie unterstützt das Heben der Ferse und den Fußabdruck in der Vorwärtsbewegung. Bursitiden, Entzündungen und Rupturen sind häufige Verletzungen der Achillessehne. Achillessehnebeschwerden gibt es in allen Altersgruppen von neun Jahren aufwärts. Sie treten häufig bei anstrengenden Wandertouren und sportlichen Aktivitäten, aber auch bei alltäglichen Anstrengungen auf. Eine übermäßige Pronation oder Supination des Fußes, wie sie bei Plattfüssen und Hohlfüssen vorkommen, verursachen oder verschlimmern Achillessehnenbeschwerden. Knöcherne Veränderungen des Calcaneus, vor allem die Haglund Ferse können die Achillessehne, oberflächliche und tiefe Schleimbeutel irritieren.
UNTERSUCHUNG UND DIAGNOSE
Der Schlüssel zur erfolgreichen Behandlung liegt in der sorgfältigen und ausführlichen Anamnese. Mit einer eingehenden Untersuchung kann dann eine exakte Diagnose gestellt werden. Dabei ist die Untersuchung des Schuhwerkes genauso wichtig wie Informationen über den Beginn und den Verlauf der Beschwerden. Abgetragenes Schuhwerk, schlecht paßende Schuhe und falsches Schuhdesign können bei der Entwicklung von Achillessehnenbeschwerden eine wichtige Rolle spielen und zu direkten Reizungen führen. Die klinische Untersuchung wird im Normalfall schnell aufzeigen, ob die Probleme in einer übermäßigen Pronation, Supination oder in einer Beinlängendifferenz begründet liegen. Die Kenntnis der Lokalisation des Schmerzpunktes hilft bei der weiteren Untersuchung und Diagnosestellung. Der Bewegungsspielraum des oberen und unteren Sprunggelenkes muß dabei genauso beachtet werden wie das Abtasten der Sehne nach Vernarbungen und hypertrophen Abschnitten. Röntgenuntersuchungen können gelegentlich bei Verdacht auf retrocalcaneare Exostosen und zum Ausschluß einer Beteiligung des Os trigonum helfen.
BEHANDLUNG
Der Einsatz der therapeutischen Maßnahmen bei Achillessehnenbeschwerden richtet sich nach dem Schweregrad der Verletzung. Partielle und komplette Rupturen sollten von einem Orthopäden operativ oder mit einem Gipsverband versorgt werden, zusätzlich zu physiotherapeutischen Maßnahmen. Weniger schwerwiegende Verletzungen können mit den physiotherapeutischen Maßnahmen Ruhe, Kälte, Massage, Bandagieren, Gymnastik und Kräftigung angegangen werden. Eine notwendige Bedingung ist auch die sorgä_ltige Wahl der Fußbekleidung und der Trainingsmethoden. Die Vorzüge der Stabilisierung des Fußes gegenüber einer übermäßigen Pronation oder Supination können bei dem versuchsweisen Einsatz von Polstern und Bandagen zusammen mit einer Fersenerhöhung und einer Aufrichtung des Fußes genauer untersucht werden. Für die meisten Patienten kann in diesem Stadium eine Formthotics mittlerer Stärke für sieben Tage eingesetzt werden mit nachfolgender Aufrichtung des Vor- und/oder Hinterfußes. Formthotics bieten eine wirkungsvolle Stabilisierungsmöglichkeit bei Hyperpronation und bieten unbestrittene Vorteile durch eine Verringerung der Belastung, die üblicherweise bei einem Hohlfuß mit einer Varusstellung auftritt. Die Stabilität des Fußes während der Abrollbewegung wird erhöht, so daß die Wadenmuskulatur geschont wird und die Effektivität des Vorderfußes in der Vorwärtsbewegung gefördert wird.
Tags: achillessehne, kräftigung, lauf, Laufsport, trainingsmethoden
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