on 3. Januar 2009 by admin in Ernährung, Kommentare (0)

Kreatin -Supplementation im Laufsport

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Kreatin im Laufsport einsetzen?
Kreatin -Supplementation 

Bericht über positive Wirkung auf den Organismus und mögliche Hilfstherapie für Patienten mit verschiedenen neuro-muskulären, neuro-degenerativen und altersbedingten Erkrankungen. Grundlagenforschung als Basis Kreatin (Creatine) ist eine schon seit mehr als hundert Jahren bekannte körpereigene,Substanz, die z.T. im Körper selber hergestellt oder über die Nahrung, vor allem mit Fleisch und Fisch, aufgenommen wird. Eine Person von 70 kg hat ungefähr 100-120 Gramm dieser Substanz im Körper, vorwiegend in den Skelettmuskeln, im Herzmuskel und im Hirn. Der tägliche Bedarf an Kreatin beträgt ca. 2-4 Gramm. Kreatin kommt als natürliche, biologische Substanz übrigens auch in der Muttermilch vor. Kreatin wird mit Hilfe des Enzyms Kreatinkinase (CK) zur energiereichen Verbindung Phospho-Kreatin (PCr) “aufgeladen”. Diese chemische Energie steht dann in den Organen und Zellen für vielfältige Aufgaben zur Verfügung, z.B. für die Kontraktion von Skelett- und Herzmuskeln, sowie für die Aufrechterhaltung des internen Zellmilieus durch energetische Versorgung von Ionenpumpen (Kalzium und Natrium/Kalium Pumpen).Die Grundlagenforschung konnte die eminente physiologische Bedeutung des CK-Systems aufzeigen und die Rolle von Phospho-Kreatin (PCr) als Energiepuffer und vor allem auch als Transportform von Energie in der Zelle dokumentieren. Trotzdem sind noch viele wichtige Fragen im Zusammenhang mit der zellulären Bioenergetik und dem Kreatinkinase-System noch offen und bedürfen noch weiterer Forschung. Kreatin als offiziell erlaubte Nahrungsmittel-Ergänzung zur Leistungssteigerung für Sport und Freizeit Auf Grund der Ergebnisse aus der Grundlagenforschung haben verschiedene international bekannte Spitzenathleten vor ca. 5 Jahren mit der Einnahme von Kreatin-Pulver begonnen und damit erstaunliche Leistungssteigerungen von 10-20% erreicht, zuerst vor allem im Sprintbereich, dann aber auch in anderen Disziplinen.Nachdem das Bundesamt für Gesundheitswesen (BAG) in Bern Kreatin als Nahrungsmittelzusatz geprüft und seit August 1995 zugelassen hat, wird Kreatin als Nahrungsmittelergänzung und Aufbaumittel von Athleten für praktisch alle Sportarten angewendet, da mit Kreatin nicht nur die Sprint-, sondern auch die Ausdauerleistung verbessert und die Erholungszeiten nach hartem Training verkürzt werden können. Mit Kreatin als “natürlichem Leistungsverbesserer” sind an internationalen Wettkämpfen schon einige Goldmedaillen gewonnen worden. Kürzlich (im Dez. 1998) hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) in einer offiziellen Stellungsnahme verlauten lassen, daß es keine objektiven Gründe gibt, Kreatin auf die Doping-Liste zu nehmen und daß Kreatin von Sportlern und Athleten weiterhin als erlaubte Nahrungsmittel-Ergänzung zur natürlichen Leistungssteigerung eingenommen werden kann.Kreatin empfiehlt sich auch für gut trainierte Freizeitsportler, Bergsteiger etc. die oft an die Grenzen ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit kommen, nicht nur wegen der Steigerung der effektiven körperlichen Leistung, sondern auch weil die Erholung von großen Anstrengungen verbessert und beschleunigt wird. Rekonvaleszente Neuere Forschungsarbeiten zeigen nun, daß nicht nur Athleten und Spitzensportler von Kreatin profitieren können, sondern auch Personen, die in Beruf und Alltag unter physischem und psychischem Leistungsdruck stehen, sowie Rekonvaleszente, deren Muskelmasse und Kraft nach längerer Bettlägerigkeit stark reduziert worden ist. Dasselbe gilt insbesondere auch für Vegetarier, die nachweislich signifikant niedrigere Kreatin und Phospho-Kreatin Spiegel in ihren Muskeln aufweisen. Auf Grund der positiven Berichte vieler Personen, die Kreatin zu sich nehmen, kann gefolgert werden, daß diese Substanz auch die Leistung des Gehirns, z.B. Lernen und Gedächtnis, sowie die Koordination der Bewegung (Wirkung auf das Kleinhirn) verbessern- und gleichzeitig die Stresstoleranz erhöhen kann. Viele Probanden berichten zudem, daß sie sich mit Kreatin auch psychisch schneller und besser erholen und weniger Schlaf benötigen. Es ist offensichtlich, daß sich eine Kreatin-Supplementation besonders auch für Senioren eignet und dieses Mittel in Alters- und Pflegeheimen mit Erfolg eingesetzt werden könnte. Die muskulären Phospho-Kreatin-Speicher nehmen mit dem Alter nämlich deutlich ab. Zudem ist bekannt, daß schon nach relativ kurzer Bettlägerigkeit Muskelmasse und Muskelkraft von immobiliserten Patienten signifikant abnehmen und ein Wiederaufbau des Muskelapparates während der Rekonvaleszenz auch unter regelmäßiger Physiotherapie und mit entsprechendem Krafttraining längere Zeit in Anspruch nimmt. Es wurde neulich gezeigt, daß bei Probanden, denen ein Bein während 3-4 Wochen von der Hüfte bis zu den Zehen eingegipst (immobilisiert) worden war, durch Kreatineinnahme der Verslust und Muskelmasse am immobiliserten Bein im Vergleich zu einer Kontrollgruppe ohne Kreatin deutlich vermindert werden konnten. Zudem waren Muskel- und Kraftzuwachs nach Entfernung des Gipses bei der Kreatin-Gruppe deutlich besser. Kreatin als zusätzliche Hilfstherapie bei verschiedenen neuoro-muskulären Krankheiten Obwohl auf Grund der Befunde aus der Grundlagenforschung die zentrale Rolle von Kreatin und Phospho-Kreatin (PCr) umfassend gezeigt und dokumentiert werden konnte, überrascht es, daß Kreatin in der Humanmedizin bis in neuester Zeit relativ wenig Beachtung gefunden hat. Es ist nämlich durchaus anzunehmen, daß viele Patienten mit verschiedenen Krankheiten des zentralen und peripheren Nervensystems, sowie der Skelettmuskeln, des Herzens, und der Knochen von Kreatin profitieren könnten. Grundsätzlich kann nämlich gesagt werden, daß viele Krankheiten, besonders jene im neuro-muskulären Bereich, mit einer gestörten Zellenergetik einhergehen, das heißt, der Energiezustand der Nerven- und/oder Muskelzellen ist in diesen Patienten deutlich vermindert. Bei der Duchenne Muskeldystrophie stellt man nach Muskelstress eine erhöhte Kalzium-Konzentration in den Muskelzellen fest. Auf Grund der Abwesenheit des Dystrophin-Proteins oder Fehlern im Dystrophin-Glykoprotein-Komplex, kommen bei dieser Krankheit nämlich oft Defekte in den Zellmembranen der Muskeln der Patienten vor, wobei zuviel Kalzium in die Muskelzellen einströmen kann. Die chronisch erhöhte intra-zelluläre Kalziumkonzentration bewirkt unter anderem, daß die Muskelzellen, die unter ständigem Energieaufwand und somit unter Verbrauch von energetisch wertvollem Phospho-Kreatin( PCr) versuchen, das überschüssige Kalzium aus der Zelle heraus zu pumpen, verkrampfen und schließlich langsam degenerieren. Chronisch erhöhte Kalzium-Konzentrationen in den Zellen führen zu einem erhöhten Abbau von Muskelsubstanz und langfristig zu Muskelatrophie. Die Wiederherstellung der optimalen Energetik in diesen Zellen mittels Kreatin, das in den Ruhephasen zu Phospo-Kreatin (PCr) aufgeladen wird, scheint somit eine logische therapeutische Strategie, die sich in Zellkulturen von dystrophen Mäusen und am Tiermodell mit dystrophen Mäusen tatsächlich bereits bewährt hat. Auch wenn die Einnahme von Kreatin und somit die Erhöhung des Phospho-Kreatin-Spiegels die tatsächlichen Ursachen der diversen neuromuskulären Erkrankungen nicht direkt reparieren kann, wird durch Kreatingaben doch der energetische Zustand von Nerven und Muskeln generell verbessert. Falls mit der Einnahme von Kreatin früh genug in den Krankheitsverlauf eingegriffen wird, ist anzunehmen, daß sich nicht nur die Symptome wesentlich verbessern, sondern auch der Verlauf der Krankheit verlangsamt oder sogar für längere Zeit verzögert werden kann.Dasselbe gilt auch für Herzkranke, z.B. bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz oder Herzinfarkt, bei denen Störungen des Energiestoffwechsels des Herzens ein bedeutendes Problem darstellen. Interessanterweise zeigt hier Phospho-Kreatin (PCr) eine direkte kardioprotektive Wirkung.Schutzwirkung von Kreatin auf Gehirn und Nervenzellen Das Enzym, Kreatinkinase, sowie dessen Substrate, Kreatin und Phospho-Kreatin, sin
d auch in Hirn- und Nervenzellen in relativ großen Konzentrationen zu finden und sind besonders in denjenigen Zellen, die für die Koordination von Bewegungen (Purkinje-Zellen im Kleinhirn), sowie auch für Lernen und Gedächtnis (Hippocampus) verantwortlich sind, angereichert. Dies läßt darauf schließen, daß Kreatin für die Energetik dieser Hirnfunktionen eine wichtige Rolle spielt und daß Kreatin-Supplementation auch diese Leistungen des Gehirns verbessern kann. Neueste Befunde zeigen eine positive Wirkung von Kreatin auf Gehirn und Hirnleistung und deuten darauf hin, daß gewisse neuro-degenerative Veränderungen, wie Alzheimer’sche und Huntington’sche Krankheit und auch Multiple Sklerose oder Parkinson mit Kreatin gelindert werden können. Diese Resultate sind im Einklang damit, daß Kreatin eine deutliche Schutzfunktion für Hirn-und Nervenzellen zeigt, besonders vor Schäden, die auf Grund von Sauerstoffmangel oder aber von Sauerstoffradikalen im Gehirn zustande kommen. Zudem konnte kürzlich gezeigt werden, daß Kreatin in verschiedenen Zellen eine deutliche Schutzwirkung vor dem programmierten Zelltod (Apoptose) haben kann. Kreatin hilft für Wachstum und Mineralisierung von Knochen und Knorpel Neueste Befunde mit Zellkulturen von Knochenzellen (Osteoblasten) und embryonalen Knochen von Ratten zeigen, daß Kreatin auch auf Knochen und Knorpel eine positive Wirkung ausübt: Knochenzellen und ganze Knochen wachsen und mineralisieren deutlich besser. Das heißt, daß Kreatin bei der Heilung von Knochenbrüchen, beim Einwachsen von Knochenprothesen (künstliche Hüftgelenke) eine positive Wirkung haben und zudem den Verlauf von Osteoporose im Alter mildern könnte. Diese Befunde scheinen in Anbetracht der Tatsache, daß die Mineralisierung und Bildung von Knorpel und Knochen stark energieverbrauchende Prozesse sind, durchaus verständlich, weil das Kreatinkinase 1 Kreatin-System auch in diesen Zellen vorkommt und somit deren zelluläre Energetik verbessern kann.Wird das Kreatinkinase System in Knorpel und Knochenzellen von Versuchstieren durch Fütterung mit Kreatinanaloga (z.B.Guanidino-Propionsäure) gehemmt, stellt man eine deutliche Mißbildung der Knochen, besonders in der Wachstumszone fest was die physiologische Bedeutung von Kreatin für das normale Wachstum von Knorpel und Knochen unterstreicht. Die genaue Wirkung von Kreatin in diesen Bereichen am Menschen muß aber ebenfalls noch in klinischen Versuchen objektiviert werden. Diejenigen Personen, die Kreatin für Muskeln und Nervenstärke zu sich nehmen, werden jedoch eine zusätzlich positive Wirkung des Kreatins auf ihre Knochen sicher gerne in Kauf nehmen. Kreatin ist auch für die Immunabwehr wichtig Die Fresszellen (Makrophagen), die für die Eliminierung von Bakterien und Viren im Körper von vitaler Bedeutung sind, enthalten das Kreatinkinase System und brauchen für die Phagozytose (Fressprozess) von solchen Eindringlingen Phospho-Kreatin (PCr) als Energiequelle. Kreatin und Phospho-Kreatin (PCr) scheinen bei systemischen Infektionen beim Menschen eine direkte Schutzwirkung als Energiepuffer zu spielen. Kreatin und Kreatin-Analoge können das Wachstum von gewissen Krebszellen im Tiermodell hemmen. Desweiteren konnte mit Krebszellen in Kultur und an Tiermodellen in vivo gezeigt werden, daß Kreatin und Kreatin-Analoge das Wachstum gewisser Krebszellen signifikant hemmen können. Cyclo-Kreatin, eine synthetische Verbindung, hemmt das Wachstum dieser Krebszellen schon bei sehr niedrigen Konzentrationen und erhöht die Empfindlichkeit von Krebszellen für konventionelle Chemotherapeutika z.T. bis zu tausendfach. Der genaue Mechanismus dieser anti-Krebswirkung von Kreatin und Analogen ist noch weitgehend ungeklärt und mögliche Anwendungen dieser Verbindungen am Menschen stecken erst in der frühen Anfangsphase. Positive Berichte von muskelkranken Patienten Im in der Deutschen Zeitschrift “Muskelreport” 3/96 auf Seite 23-25 veröffentlichten Bericht “Mein Selbstversuch mit Kreatin-Monohydrat” schreibt Frau Therese Bigge, die seit ca. 30 Jahren an Muskeldystrophie vom Typ Gliedergürtel leidet, von ihren erstaunlich positiven Erfahrungen mit der Kreatin-Supplementation. Sie selber und in der Zwischenzeit auch eine ganze Reihe weiterer Patienten mit verschiedenen Muskelkrankheiten berichteten in persönlichen Briefen: “Am auffallendsten sind Verbesserungen bei der Gehfähigkeit. Ich gehe schneller, sicherer, leichter, ausdauernder”, oder: “schon eine Woche nach Einnehmen von Kreatin verschwanden meine Kreislaufbeschwerden und meine starke Müdigkeit. Mein Steppergang ist bisher geblieben, aber ich gehe sicherer, ausdauernder,stolpere und falle nicht mehr”. “Ich kann jetzt ohne Begleitung kurze Strecken gehen” usw. Erste wissenschaftlich belegte, klinische Studien über Kreatin-Supplementation mit muskelkranken Patienten Einzelbeobachtungen, wie der im “Muskelreport” 3/96 auf Seite 23-25 veröffentlichte Bericht, die sehr ermutigend klingen und die in letzter Zeit immer häufiger eintreffen, gilt es nun zu prüfen und in seriösen klinisch-wissenschaftlichen Doppelblindstudien zu erhärten.Diese Einzelfallbeschreibungen von Muskel-Patienten haben nun endlich die Aufmerksamkeit der Ärzteschaft erreicht und es sind jetzt verschiedene umfangreiche wissenschaftliche Studien mit solchen Patienten in Angriff genommen worden. Erste noch unveröffentlichte Resultate aus solchen Doppelblindstudien, in Deutschland durchgeführt von Prof. Hanefeld in Göttingen und den Profs. Pongratz und Gerbitz in München, die demnächst publiziert werden, sind durchaus positiv. In der Schweiz ist im Dezember 1998 eine erste placebokontrollierte Doppelblindstudie mit Duchenne Patienten am Inselspital Bern (PD. Dr. J.M.Burgunder und PD. Dr. Kai Rösler, Neurologische Klinik) angelaufen. Mögliche Nebenwirkungen von Kreatin: Pausen angesagt! Bisher sind keine bedeutsamen Nebenwirkungen von Kreatin bekannt, abgesehen von gelegentlichen leichten Blähungen, die oft darauf zurückzuführen sind, daß das Pulver mit zuwenig Flüssigkeit geschluckt wird und das relativ schlecht lösliche Kreatinpulver im sauren Milieu des Magens liegen bleibt. Bei einigen Personen treten vor allem während der Ladephase leichte bis mittlere Muskelkrämpfe, vorwiegend in den Waden auf, welche aber nach zusätzlicher Einnahme von Magnesium (150-600 mg pro Tag) bald wieder verschwinden. Dieses letztere Phänomen kann dadurch erklärt werden, daß die Erhöhung des Phospho-Kreatin-Spiegels im Muskel zu einer Erniedrigung der Konzentration an freiem Magnesium in der Muskelzelle führt, weil Phospho-Kreatin (PCr) selbst Magnesium binden kann. Viele internationale Sportler, sowie ein von Prof. Hanefeld beschriebene Junge, haben nun während insgesamt 4-5 Jahren Kreatin ohne nennenswerte Nebenwirkungen eingenommen. Die Einnahme von Kreatin sollte laut Expertenmeinung aber nach drei Monaten für jeweils einen Monat unterbrochen werden, um unter anderem die langsame Gewöhnung des Körpers an die externe Zuführung von Kreatin durch Anpassung des körpereigenen Stoffwechsels zu verhindern. Es konnte nämlich am Tiermodell gezeigt werden, daß durch chronische Fütterung von sehr hohen Dosen von Kreatin sowohl die Eigensynthese von Kreatin im Körper herabsetzt, wie auch die Synthese des Kreatin-Transporters, d.h. des Proteins, das für die Aufnahme von Kreatin aus dem Blut in die Körperzellen verantwortlich ist, herunter-reguliert wird. Diese Tatsache bestätigt die allgemeine Weisheit, daß zuviel des Guten nicht unbedingt auch vorteilhafter ist. Wo beziehen? und die Krankenkassen? Es ist zu empfehlen, daß Patienten, die sich für die Kreatin-Supplementation entscheiden,diese Hilfstherapie unter Aufsicht eines Arztes durchführen und ihre Beobachtungen und Feststellungen bezüglich Veränderungen und eventuellen Nebenwirkungen nach Einnahme von Kreatin in einem Tagebuch festhalten, damit sie diese dem Arzt mitteilen können. Da große körperliche Leistung mit der Produktion von zellschädigenden Sauerstoff-Radikalen einhergeht, welche auch für das Altern und für neuro-degenerative Erkrankungen verantwortlich gemacht
werden, bietet der Zusatz von Radikalfängern (Antioxidantien) in manchen Produkten einen langfristig sehr bedeutenden Vorteil. Kreatin wird für Muskelpatienten teilweise oder ganz von einigen Krankenkassen übernommen. Ein Gespräch mit Arzt und/oder Krankenkasse lohnt sich. Mit der zunehmenden Akzeptanz von Kreatin als Hilfstherapeutikum in diesem Bereich dürfte die Bereitschaft der Krankenkassen für eine Übernahme der Kosten steigen, besonders weil nun in klinisch-wissenschaftlichen Studien eine deutlich positive Wirkung dieser Substanz für Muskelkranke erhärtet worden ist. Was ist ferner zu beachten? Die Reinheit der im In- und Ausland angebotenen Kreatin-Produkte variiert sehr stark und Kreatinprodukte als Nahrungsergänzungsmittel sind leider noch keiner strikten Qualitätskontrolle unterworfen. Für verantwortungsvolle Sportler und vorallem auch für Patienten kann nur das reinste Kreatin, das allerdings etwas teurer ist, gut genug sein. In Europa wird Kreatin-Monohydrat in höchst reiner Form von der Firma SKW-Trostberg in Deutschland und der Firma DMS-Chemie Linz in Österreich im Tonnen-Masstab synthetisch hergestellt und an die verschiedenen Verteiler en gros verkauft. Da Kreatin relativ schlecht löslich ist, sollte unbedingt beachtet werden, daß das Pulver in genügend Flüssigkeit aufgelöst wird, am besten in lauwarmem Wasser gut aufrühren bis die Lösung klar wird. Während der Ladephase sollte speziell viel Flüssigkeit getrunken werden. Da mit dem Kreatin via Kreatin-Transporter gleichzeitig auch Natrium-Chlorid (NaCl) in die Zellen mittransportiert wird, kommt es zu einer vermehrten Aufnahme von Wasser, vor allem durch die Muskelzellen, was zu einer oft beobachteten Gewichtszunahme während den ersten Tagen der Ladephase führen kann. Hingegen muß betont werden, daß die längerfristige Einnahme von Kreatin von einer direkten Zunahme der Muskelmasse (Muskelaufbau) und Abnahme von Fettgewebe begleitet ist, was insgesamt zu einer durchaus erwünschten Erhöhung der fett-freien Körpermasse (lean body mass) führt. Da Kaffee die Kreatin Aufnahme negativ beeinflußt, sollte auf eine gleichzeitige Einnahme von Kaffee zusammen mit Kreatin verzichtet und zudem der Konsum dieses Genußmittels auf 1-2 Tassen pro Tag beschränkt werden. Die Tatsache, daß gewisse Personen nicht oder nur wenig auf Kreatin ansprechen, sog. “Non-Responders”, könnte mit dem Kaffeekonsum zusammenhängen. Das Originalmanuskript mit Literaturangaben von Prof. Dr. Theo Wallimann, Institut für Zellbiologie ETH-Hönggerberg, CH-8093 Zürich, Tel. 01-633-33-92; FAX 01-633-10-69; e-mail: theo.wallimann @ cell.biol.ethz.chweb-site: http://www.cell.biol.ethz.ch/groups/wallimann/awalli.html KREATIN-Grundlegendes- Kreatin wird im menschlichen Organismus vorwiegend in Leber, Niere und Pankreas aus den Aminosäuren Arginin,Glycin und Methionin gebildet ( ca.1 gr/ Tag). Die Skelettmuskulatur ist zur Synthese nicht befähigt.Der Kreatinbedarf des Erwachsenen wird auf 2gr./Tag geschätzt und durch endogene Bereitstellung und exogene Zufuhr mit der Nahrung (primär tierisch) gedeckt.Zugeführtes Kreatin beeinflußt die Syntheserate: je höher die Aufnahme desto geringer die Eigensynthese.Über 95% des Kreatinpools(ca. 120 gr.) werden in freier bzw. phosphorylierter Form in der Muskulatur gespeichert.Kreatiphosphat ist eine Schlüßelsubstanz im Energiestoffwechsel. Bei der Muskelkontraktion stellt ATP durch Abspaltung eines Phosphatrestes die direkte Energiequelle dar. Da der ATP-Vorrat der Muskelzelle schnell erschöpft ist, muß ATP ständig neu gebildet werden.Dies geschieht durch aerobe und anaerobe Energiegewinnung.Das Sauerstoffsystem nutzt hauptsächlich Kohlenhydrate und Fette zur Energigewinnung und hat aufgrund seiner Kapazität und der etwas langsamer stattfindenden ATP-Produktion den Hauptanteil an der Energiebereitstellung bei Ausdauerbelastungen.Reicht bei der Muskelbelastung die Bereitstellung von ATP auf diesem Wege nicht aus, wird auf anaerobe Wege zurückgegriffen.Durch Übertragung des Phosphatrestes auf ADP ensteht ATP.Der Vorrat an Kreatinphosphat im Muskel ist allerdings auch begrenzt, so daß je nach Belastung nur Energie für wenige Sekunden zur Verfügung steht.Kreatin wird daher auch als ergogener ( leistungsfördernder) Wirkstoff bei Sprint-, Kraft- und Schnellkraftsportarten diskutiert: Durch Erhöhung des Kreatingehaltes in der Muskulatur stehe während der Belastung mehr Kreatinphosphat zur Regeneration des ATP zur Verfügung, wodurch die maximale Leistung länger aufrechterhalten bzw. der Zeitpunkt der Ermüdung verzögert werden könne. In Interventionsstudien konnte gezeigt werden, daß der muskuläre Kreatingehalt in Abhängigkeit vom Ausgangswert durch eine Supplementierung durch eine Supplementierung von 20gr. Kreatinmonohydrat / Tag über mehrere Tage erhöht und durch eine niedrige Dosierung (2gr./ Tag) auf diesem Niveau gehalten werden kann.Daraus resultierende ergogene Effekte konnten bei kurzen sich wiederholenden Intensivbelastungen nachgewiesen werden, wenn die einzelnen Belastungsphasen durch Ruhephasen voneinander getrennt waren. In reinen Ausdauerdisziplinen konnten positive entsprechend der zugrundeliegenden Hypothese nicht beobachtet werden.Nachteilige Auswirkungen einer langfristigen, hochdosierten Kreatinsupplementierung sind nicht geklärt. ——————————————————————————– Ärzte Zeitung, 10.3.1999 “Ihr müßt Kreatin nehmen, sonst wird das nix!” Um das Muskelaufbau-Präparat Kreatin ist ein Streit entbrannt: Gehört es auf die Dopingliste, oder ist es harmlos? Neu-Isenburg (Smi). Gehört das Muskelaufbau-Präparat Kreatin auf die Dopingliste? Eine entsprechende Forderung des künftigen Vorsitzenden der deutschen Anti-Doping-Kommission, Ulrich Haas, hat der Wiener Sportmediziner Professor Paul Haber jetzt als “totalen Schwachsinn” bezeichnet. Haas hatte seine Forderung damit begründet, daß Kreatin “in widernatürlich hohen Dosen konsumiert, ein von außen zugeführtes Mittel zur Leistungssteigerung und somit schon aus ethisch-moralischen Gründen zu verbieten” sei. Athletensprecher Ralf Sonn stellte sich auf seine Seite: “Mir wird schlecht, wenn ich die Trainer selbst schon im Jugendbereich sehe und höre: ’Ihr müßt Kreatin nehmen, sonst wird das nix!‘” Haber meint, “daß die Deutschen wieder einmal das Kind mit dem Bade ausgießen”. Der Pneumologe am Allgemeinen Krankenhaus in Wien, der früher selbst aktiver Schwimmer gewesen ist, spricht sich dagegen aus, Kreatin auf die Dopingliste zu setzen: “Damit wird der Sport nur kriminalisiert, wo es im Grunde nichts zu kriminalisieren gibt”, zitiert ihn die Wiener Zeitung “Die Presse”. Kreatin, so Haber, sei ein “Nahrungsmittelbestandteil, den man auch in Mischkost findet, halt hochgereinigt. Eine Kernbase, die die Energie im Muskel auflädt”. Hierbei handele es sich nicht um Chemie oder Pharmazie, “sondern um den Versuch der Ernährungswissenschaft, das Beste herauszuholen”. Wer für ein Verbot von Kreatin sei, könne auch ein Verbot von Vitamin B verlangen. Kreatin, so Habers Fazit, sei “in Wahrheit völlig harmlos”, selbst dort, wo es im Übermaß konsumiert werde. “Kreatin ist für viele Spitzensportler sehr bedeutsam geworden”, weiß auch Helmut Digel, Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbands. In der Vergangenheit haben sich selbst prominente Sportler zur Einnahme des Fleischersatzstoffes bekannt, unter ihnen die Skiläuferin Katja Seizinger, der Gewichtheber Manfred Nerlinger und der Sprintstar Marc Blume. Dr.Wilhelm Schänzer, Leiter des Instituts für Biochemie an der Deutschen Sporthochschule in Köln, schätzt, daß “mindestens 70 bis 80 Prozent der Athleten in Schnellkraft-sportarten Kreatin nehmen”. Sein Kollege Dr. Klaus Müller, Leiter des Instituts für Doping-Analytik in Kreischa, fordert Konsequenzen: “Man sollte schleunigst den enormen Mißbrauch von Kreatin eindämmen.” ——————————————————————————– Natürliche Stoffe wie Kreatin geraten zun
ehmend in die Dopingdiskussion Von Ruth Ney und Angela Speth Die Olmypischen Winterspiele stehen vor der Tür und im gleichen Atemzug nimmt die Dopingdiskussion wieder an Brisanz zu. Die strengen Kontrollen lassen für manchen Sportler zunehmend andere Substanzen interessant werden, die zum Beispiel natürlich in Lebensmitteln vorkommen und daher nicht auf der Doping-Liste stehen. Dazu zählt zum Beispiel das Kreatin, wie Professor Josef Keul aus Freiburg im Gespräch mit der “Ärzte Zeitung” gesagt hat. Kreatin stellt gebunden an ein Phosphatmolekül einen Energiespeicher dar, den der Muskel bei Bedarf schnell für seine Arbeit abrufen kann. Jeder nimmt diese Substanz mit der Nahrung zu sich, zum Beispiel, wenn er Fleisch ißt. Sportler, die sich zusätzlich Kreatin in hoher Dosis – etwa fünf Gramm täglich – zuführen, erhöhen also die Energiedepots in ihren Muskeln. Wie Untersuchungen ergaben, steigen tatsächlich infolgedessen die Arbeitsleistung und die Sauerstoffaufnahme. Ein Nachteil einer hohen Kreatinaufnahme ist nach Keuls Erfahrungen ein möglicher Anstieg des Körpergewichts durch Wassereinlagerung. Außerdem beklagen einige Athleten Schmerzen und Verhärtungen im Muskel nach der Einnahme von Kreatin.Die Einnahme sei auch nicht bei jeder Disziplin sinnvoll. So sei sie für einem 100-Meter-Lauf unnütz, weil dafür die vorhandenen Kreatinspeicher ohnehin ausreichten. Bei einem 400-Meter-Lauf dagegen lasse sich die Leistung unter Umständen verbessern. Grenzwerte für die Kreatininausscheidung festzusetzen hält Keul für nicht praktikabel, da die Ausscheidungsrate individuell zu stark schwanke. Außerdem wirke Kreatin nicht bei jedem Sportler gleich: Den einen hilft es, den anderen nicht. Der Nutzen einer erhöhten Zufuhr sei daher umstritten.Umstritten ist auch eine weitere Substanz, mit der versucht wird, die sportliche Kraft zu steigern: Koffein. Es regt die Nebennieren zur Ausschüttung von Adrenalin an, was letztlich Energiereserven mobilisiert. Als Stimulanz steht Koffein in hohen Konzentrationen auf der Doping-Liste. So darf der Gehalt im Urin zwölf Milligramm pro Liter nicht überschreiten. “Bereits drei bis vier Tassen Kaffee können jedoch ausreichen, die zulässige Höchstgrenze zu überschreiten, etwa bei jungen Sportlern, die sonst wenig Kaffee trinken”, erläutert Keul. Die Ausscheidungsraten seien ähnlich . Im Gespräch wie bei Kreatin individuell sehr unterschiedlich. Hinzu komme, daß eher geringe als hohe Koffein-Dosierungen als leistungsfördernd gälten. So steige die Leistungsfähigkeit beim Laufen oder Radfahren durch etwa drei Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Das Doping-Gesetz geht also in diesem Fall völlig an der Realität vorbei. Die Grenze sollte daher in diesem Fall nach Ansicht des Freiburger Sportmediziners wieder abgeschafft werden. Würde nämlich die Höchstgrenze nur herabgesetzt oder Koffein im Urin sogar strikt als Doping verboten, hätte dies zur Folge, daß ein Sportler gar keinen Kaffee oder Tee mehr trinken dürfte. “Bereits ein Stück Mokkatorte könnte dann eventuell reichen, jemanden vom Wettkampf wegen Dopings aus-zuschließen”, verdeutlichte Keul. Die Grenzen zwischen Doping und gesetzlich erlaubter Leistungssteigerung sorgten bereits während des 35. Deutschen Sportärztekongresses in Tübingen Ende vergangenen Jahres für heftige Diskussionen. Die Teilnehmer waren sich hier weitgehend einig darüber, daß die Einnahme natürlich vorkommender Substanzen nicht einfach von der Doping-Diskussion ausgeschlossen werden dürften. Schließlich sei auch das männliche Geschlechtshormon Testosteron eine natürliche Substanz, und dessen Einnahme sei ganz unbestritten Doping. Der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbands, Professor Helmut Digel mahnte, mahnte daher, daß sich Trainer und Ärzte der moralischen Fundamente des Sports versichern und darüber im klaren sein sollten: Für fair play gebe es keinen Ersatz. Auch wenn eine Substanz nicht auf der Doping-Liste stehe, könne es unärztlich und ein Verstoß gegen die zu empfehlen. Er sei irritiert, daß immer wieder öffentlich über Versuche berichtet werde, wie Probanden nach Einnahme bestimmter Substanzen schneller laufen oder schwimmen könnten. Kreatin Das Kreatin ist auf natürliche Weise in unserem Metabolismus, im Muskelstoff, anwesendes ist eine sehr grosse Krafthilfe und spielt eine wesentliche Rolle auf der Muskelenergieebene. Das Kreatin kann vom Fleisch oder vom Fisch entnommen werden, es kann aber ebenfalls künstlich hergestellt werden. Ein Zusatz von Kreatin kann eine sofortige Erhöhung der Energie verursachen, wie die Erhöhung des Torsionswinkels, der Kraft, der Ausdauer und verspätet die Müdigkeit. Es ist auch eine Hilfe für den Aufbau einiger Muskelfasern die nicht gewöhnt sind zu arbeiten.Das Kreatin ist sehr kräftig in unserem Metabolismus vorhanden, es erlaubt die Energiequellen zu regenerieren: die ATP (Adenosintriphosphorsaüre).In unserem Körper kombiniert sich das Kreatin mit dem Phosphat und bildet so das Kreatinphosphat. Eine Erhöhung des Kreatin im Muskel, in der Form des Kreatinphosphat, verstärken den Bewahrungsteil des ACP in unserem Körper. Dieser Zusatz erhöht die Muskelkapazität und steigert die Muskelwirkungskraft.Forschungen haben bewiesen, dass die Athleten ,die Kreatin einnehmen und die an ein physisches Training gewöhnt sind, fähig sind ihre Muskelmasse bedeutungsvoll zu vermehren. Welche Quantität von Kreatin soll eingenommen werden und wie oft? Nach den Forschungen, gibt es zwei Phasen, in denen das Kreatin sehr günstig ist. Die erste Phase betrifft das Ankommen des Kreatin und die zweite ihre Erhaltung.Das Ankommen des Kreatin (zwischen dem ersten und dem fünften Tag): 1 Teelöffel (während ungefähr 5 Tagen) mit Wasser oder Fruchtsaft verrühren und einnehmen. Es erlaubt die Kreatinebene der Muskeln schnell zu erreichen. Die Erhaltung des Kreatin (ab dem sechsten Tag): 1 Teelöffel (während ungefähr 5 Tagen) mit Wasser oder Fruchtsaft verrühren und einnehmen. Die Mischung soll in den 15 Minuten nach der Vorbereitung getrunken werden.Keine Nachteile, was die Gesundheit betrifft, wurden bisher bemerkt. Das Kreatin ist also gefahrlos, so lange die Quantitäten respektiert werden. Aufgrund der physiologischen Bedeutung von Kreatin ist es eigentlich erstaunlich, dass diese Substanz in der Sportmedizin erst so spät “entdeckt” wurde. Kreatinphosphat ist nämlich für die anaerobe Energiegewinnung der wichtigste unmittelbare Energieträger.Ein unter Belastung stehender Muskel hat seine Reserven an ATP theoretisch bereits nach 1-2 sec. verbraucht. Danach “lebt” der Muskel ca. 30-45 sec. lang von seinen Kreatinphosphat-Reserven, welche eine sofortige ATP-Resynthese erlauben. Anschliessend muss der Körper die Energie auf aerobem Wege durch Abbau der Glykogenreserven bereitstellen. Erst nach ca. 20-30 min wird auf die Fettreserven als Energiequelle zurückgegriffen. Der Kreatinpool eines Menschen von ca. 120g ist zu 95% in der Skelettmuskulatur gespeichert. Der Körper verliert pro Tag ca. 2g Kreatin durch Ausscheidung des Abbauproduktes Kreatinin über den Urin. Diese Menge wird täglich über die Nahrungsaufnahme (ca. 1g) sowie über die körpereigene Synthese (ca. 1g) wieder ersetzt. Wie L-Carnitin kommt auch Kreatin vor allem in rotem Fleisch vor. Durch Nahrung aufgenommenes Kreatin wird sehr schnell über die Leber in die Skelettmuskulatur transportiert, wo ca. 2/3 davon zum Kreatinphosphat phosphoryliert werden. Kreatin ist innert kurzer Zeit zum wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel geworden und heute für Spitzensportler kaum mehr wegzudenken. Der Kreatinpool im Körper kann durch ein “Boostering” (je 20g während 5 Tagen) um über 20% gesteigert werden. Andere Studien fanden gar einen Anstieg von bis zu 50%. Anschliessend an eine solche 5-tägige Therapie reicht eine Erhaltungsdosis von 2g/Tag aus, damit die Muskelkreatinspeicher erhöht bleiben. Balsom et al. [24] fanden in einer 1993 durchgeführten Studie mit 16 Männern folgende Resultate : Die Gruppe, welche Kreatin einnahm, konnte gegen Ende einer intensiven Fahrradergometer-Belastung ihre Leistun
g länger aufrechterhalten, hatten also ein besseres Stehvermögen im “Endspurt”. Erniedrigte Blutlaktat und -hypoxanthin Werte liessen auf eine erhöhte ATP-Resynthese-Rate schliessen, was ein erhöhtes “anaerobe Leistungspotential” zur Folge hat. Birch kam zum selben Schluss, nach Feststellung geringerer Serum-Ammoniakwerte. Earnest stellte bei 10 trainierten Gewichthebern gegenüber der Placebogruppe erhöhte Leistungsparameter Mittelstreckenläufern. Dabei fand man in der Verumgruppe nach Intervalltests von 4×1000m und anschliessenden 4×300m sowohl eine verbesserte Gesamtzeit als auch individuelle Bestzeiten über 1000 und 300m. Nachdem die verbesserte physiologische Leistungsfähigkeit bei gesunden Probanden in verschiedenen Studien belegt werden konnte, prüften Gordon et al. den Effekt von hochdosiertem Kreatin (20g für 10 Tage) auf Personen mit chronischem Herzfehler. Sie stellten zwar fest, dass das Herzminutenvolumen in Ruhe und unter Belastung nicht gesteigert werden konnte. Wiederum fand man aber erhöhte Muskelkreatinwerte (+17%) und eine um 10% (Fahrrad-Ergometer) resp. 21 % (Kraftmaschine, einbeinig) verbesserte Leistungsfähigkeit.Kreatin ist also daran, die Welt der Sporternährung zu revolutionieren. Einige Experten erachten Kreatin bereits als die wichtigste Erkenntnis im Leistungssport seit der Entdeckung der aufladbaren Glykogenspeicher in den 60er Jahren.

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